So vielen Personen wurde der ausgesetzte Impfstoff verabreicht

Nach AstraZeneca-Stopp: So stellt sich die Impfsituation in der Region dar

Die zweite Impfung von AstraZeneca soll neun bis zwölf Wochen nach der Erstimpfung erfolgen. Für die betroffenen Personen bleibt also noch ein wenig Zeit, wie sich die Situation entwickelt.
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Die zweite Impfung von AstraZeneca soll neun bis zwölf Wochen nach der Erstimpfung erfolgen. Für die betroffenen Personen bleibt also noch ein wenig Zeit, wie sich die Situation entwickelt.

Die vorsorgliche Aussetzung der Corona-Impfungen mit AstraZeneca dürfte für viele Landkreise ein herber Rückschlag sein. innsalzach24.de. verschafft einen Überblick, wie viele Personen in den Landkreisen Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land dieser Impfstoff verabreicht wurde und wie sich die allgemeine Impfsituation in der Region darstellt.

Landkreise – Die Bundesbehörde betitelt die Aussetzung als eine „Vorsichtsmaßnahme“. Grund: Thrombosefälle nach AstraZeneca-Impfungen. Eine neue Beurteilung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) ist für Donnerstag in Aussicht gestellt. Dennoch war die Meldung für Markus Huber, Pressesprecher Landratsamt Altötting, ein „großer Schlag“. Im Impfzentrum hätten viele Termine nach Bekanntgabe abgesagt und die Personen vertröstet werden müssen. Jetzt müsse man schauen, wie es weitergeht.

Impfsituation im Landkreis Altötting

„Es geht natürlich immer mehr, aber generell waren wir auf einem gutem Weg“, berichtet Huber gegenüber innsalzach24.de. Alleine am Sonntag, 14. März, wurden über 1.000 Personen geimpft. Dies sei aber nur aufgrund der hohen Liefermengen des AstraZeneca-Impfstoffes möglich gewesen. Bislang haben im Landkreis Altötting 4.100 Personen AstraZeneca verabreicht bekommen. Alles waren dabei Erstimpfungen. Die zweite Dosis bekommen die Geimpften in der Regel nach neun bis zwölf Wochen.

Insgesamt sind 12.739 Erst- sowie 4.316 Zweitimpfungen im Landkreis Altötting durchgeführt worden (Stand: 15. März). Die Altenheime sind schon seit einem längeren Zeitraum durch. Ebenso haben alle über 80-Jährigen ihre Erstimpfung erhalten, sofern sie sich dazu bereit erklärt haben. Die Impfquote liegt in dieser Altersgruppe bei 77 Prozent.

Impfsituation in Mühldorf

Wie das Landratsamt Mühldorf auf Nachfrage erklärt, wurden 3.029 Personen mit AstraZeneca geimpft. „Bei allen Impfungen handelt es sich um die erste Impfung. Die Zweitimpfungen finden erst in ein paar Wochen statt, daher werden derzeit diese Termine nicht abgesagt“, so eine Sprecherin der Behörde gegenüber innsalzach24.de. Die Reaktionen einiger Geimpfte über die Aussetzung fiel sehr unterschiedlich aus.

Die generelle Impfsituation hat sich Stand 16. März im Landkreis Mühldorf wie folgt dargestellt: Demnach wurden bislang 11.470 Personen im Landkreis Mühldorf geimpft, davon 4.985 bereits zum zweiten Mal. Die Zweit-Impfungen in den Seniorenheimen waren bereits Mitte Februar abgeschlossen.

Impfsituation im Berchtesgadener Land

Auch im Landkreis Berchtesgadener Land mussten die Impftermine mit AstraZeneca vorerst abgesagt werden. „Alle betroffenen Personen wird nach Möglichkeit ein Ersatztermin angeboten. Wie schnell hier ein Ersatztermin angeboten werden kann, ist maßgeblich abhängig von weiteren Zuführungen an Impfstoffen“, teilte das Landratsamt am Montag mit. Die Zahl der bereits Geimpften liegt bei rund 3300 Personen.

Insgesamt sind bisher 14.572 Impfungen im Landkreis Berchtesgadener Land durchgeführt worden, davon 3.633 Zweitimpfungen (Stand: 14. März). „Alle Bewohner von Pflegeeinrichtungen, bei denen eine Impfung beim ersten Durchgang in den Einrichtungen möglich beziehungsweise gewünscht war, haben bereits beide Impfungen erhalten“, so das Landratsamt.

Zum Vergleich: In Stadt und Landkreis Rosenheim gab es Stand 12. März 23.501 Erstimpfungen und 11.050 Zweitimpfungen. Im Landkreis Traunstein wurden 14.361 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 6.486 Personen die Zweitimpfung erhalten (Stand: 16. März). Eine Anfrage an die zuständigen Behörden, wie viele Personen im Landkreis Traunstein und Stadt und Landkreis Rosenheim den ausgesetzten Impfstoff verabreicht bekommen haben, blieb bislang unbeantwortet. So könnte es hier aber weitergehen.

jz

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