Der Verkehrswegeplan wird entscheiden

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Mehring - Eine Ortsumgehung der B20 durch das Gemeindegebiet kommt für Mehring nicht infrage. Ob sie gebaut wird, hängt vor allem vom neuen Verkehrswegeplan ab.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Gemeinde Mehring gegen eine Ortsumgehung der B20 - als Umfahrung der Stadt Burghausen - ausspricht. Auf Wunsch einiger Anlieger hat sich Mehring dazu entschlossen, erneut Stellung zu beziehen. Während der Landkreis Altötting und das Staatliche Bauamt Traunstein für eine Umfahrung der Stadt Burghausen sind, lehnt Mehring die Umgehung grundsätzlich ab.

Einstufung im Verkehrswegeplan "das A und O"

Wie Bürgermeister Josef Wengbauer gegenüber innsalzach24 erläutert, ist die Ortsumgehung generell nicht sinnvoll. Unter anderem sei der Kosten-Nutzen-Faktor zu gering. Auch die Verkehrsentlastung durch eine Umgehung fällt nach einer Studie, auf die sich die Gemeinde stützt, relativ niedrig aus.

Aktuell existiert für die Trasse lediglich ein Raumordnungsbeschluss. Der nächste Schritt wäre das Planfeststellungsverfahren. Höchst relevant wird künftig sein, wie das Projekt im nächsten Bundesverkehrswegeplan eingestuft wird, den das Bundeskabinett voraussichtlich 2015 beschließen wird.

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Dass die Ortsumgehung in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wird, sei für die Befürworter "das A und O", sagt Josef Wengbauer. Andernfalls sei "15 Jahre Sendepause", so der Bürgermeister. Geht es nach den Zahlen, wie etwa dem Kosten-Nutzen-Faktor, ist für Wengbauer klar, dass es das Projekt nicht in den vordringlichen Bedarf schafft. "Solche Kriterien müsste man außer Acht lassen. Von den Zahlen her hätte es keine Chance, in den vordringlichen Bedarf zu kommen", sagt der Bürgermeister.

"Kommt die Umgehung, wird gefeilscht"

Überhöhen möchte Wengbauer die Uneinigkeit von Gemeinde und Landkreis aber nicht. "In einer Demokratie wird gekämpft", so der Bürgermeister. Die Gemeinde habe ihre Meinung geäußert und das Thema müsse man nun nicht monatlich diskutieren. Grundsätzlich habe die Gemeinde eine gute Beziehung zum Landratsamt und zum Staatlichen Bauamt. "Das sind einfach die Standpunkte", erklärt Wengbauer.

Bis 2015 werde man nichts mehr machen. Erst wenn die Ortsumgehung in den vordringlichen Bedarf aufgenommen und die Ortsumgehung tatsächlich gebaut würde, wird sich die Gemeinde um eine Kompromisslösung bemühen. "Wenn sie kommt, wird man immer feilschen", so Wengbauer.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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