Am Wochenende in den Landkreisen Altötting und Mühldorf

So wirkt(e) sich der Schneefall zwischen Inn und Salzach aus

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Landkreise Altötting/Mühldorf am Inn – Nachdem es 2017/2018 gefühlt so gar keinen richtigen Winter gegeben hatte, ist der jetzige immer wieder Gegenstand von aktuellen Nachrichten. Wie aber sieht es nach dem massiven Schneefall am Wochenende in der Region aus? Wir haben nachgefragt.

Da kam ordentlich was runter am Wochenende. Ein weiteres Mal lag der Schnee viele Zentimeter hoch auf Hausdächern, Autos und nicht zuletzt Bäumen. Mehrfach waren Feuerwehren zwischen Inn und Salzach im Einsatz, unter anderem um Straßen von umgestürzten Bäumen zu befreien.

Der Grund für den Schneebruch ist das Tauwetter: Der Schnee wird nass und schwer. Die Bäume können die Schneelast nicht mehr tragen und brechen ab. Hier sind Eindrücke vom späten Sonntagnachmittag von der Staatsstraße 2108 zwischen Altötting und Emmerting:

Feuerwehren im Einsatz

Unter anderem hieß es am Sonntag für die Freiwillige Feuerwehr Tüßling "Baum über Fahrbahn":

"Auch bei uns gaben unter den Schneemassen einige Äste und Bäume nach", meldet die FFW Winhöring, am Sonntag:

Einsatz auch für die FFW Waldkraiburg: Zwischen Waldkraiburg und Ampfing war ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt:

Auch bei uns gaben unter den Schneemassen einige Äste und Bäume nach.

Was wenn es so weiter geht?

Tauwetter bringt nicht nur Bäume zum Fallen, es ist auch gefährlich, wenn der Boden noch gefroren ist. Da kann es schnell glatt werden auf unseren Straßen. Dafür gibt es Streusalz. Je nach Zuständigkeit wird es vorgehalten für Autobahnen, Staats-, Kreis und Gemeindestraßen. Für die Kreisstraßen wird das Streusalz bei den Bauhöfen der jeweiligen Landkreise vorgehalten. 

Auf Nachfrage von innsalzach24.de bei den Landratsämtern Altötting und Mühldorf heißt es, dass im aktuellen Winter deutlich mehr Streusalz benötigt wird als noch in dem zuvor. Die Begründung liegt auf der Hand: Im Winter 2017/2018 gab es gefühlt keinen richtigen Winter mit Schnee und Eis. Im Schnitt liegt der Verbrauch aber auch höher.

Landkreis Altötting:

  • Der aktuelle Vorrat beläuft sich auf 500 Tonnen. 
  • 1.000 Tonnen wurden nachbestellt. 
  • Im bisherigen Winter wurden 4.000 Tonnen verbraucht. 
  • Zum Vergleich: Im Winter 2017/2018 wurden nur 2.000 Tonnen verbraucht.

Es gibt laut Auskunft des Amtes keine Gesamtmenge die vorgehalten wird. Wird mehr gebraucht, wird nachbestellt. Das Streusalz wird also nur in sehr unwahrscheinlichen Fällen knapp. 

Landkreis Mühldorf: 

"Der Streusalzverbrauch liegt in dieser Winterperiode mit Stand Montag bei etwa 1.950  Tonnen. Im Vorjahr waren es noch 1.100 Tonnen am 4. Februar", berichtet Pressesprecherin Simone Kopf. "Der Landkreis Mühldorf verfügt bei Winterbeginn über etwa 2.500 Tonnen Streusalz.

"Aufgrund der intensiveren Winterdiensteinsätze, bedingt durch die starken Schneefälle in dieser Winterperiode, hat der Landkreis Mühldorf bisher zusätzlich 300 Tonnen nachgekauft." An bisher 50 Tagen, seien auf den Kreisstraßen bisher 61 Winterdiensteinsätze gefahren worden.

Schneechaos zum Jahreswechsel

Ziemlich genau zwei Wochen hatte das Schneechaos bereits zum Jahreswechsel die gesamte Region in Atem gehalten. Es gab insgesamt 19 Tote, Lawinenabgänge und tragische Unfälle. Tagelang herrschte in vielen Landkreisen Katastrophenalarm. Wir haben die Ereignisse in einer Chronologie aufbereitet. 

Rubriklistenbild: © Freiwillige Feuerwehr Waldkraiburg/Freiwillige Feuerwehr Tüssling (Screenshots Facebook/Montage)

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