Schulfrei in den Landkreisen Altötting und Mühldorf

Wer entscheidet, ob die Schule ausfällt oder nicht?

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Landkreis Altötting/Landkreis Mühldorf - Vereiste Straßen am Dienstagmorgen. Die Schüler durften zuhause bleiben aber wer entscheidet das? innsalzach24.de hat nachgefragt.

Ob nun gefährlich, verdammt, sau- oder arsch-: Die Straßen waren glatt Dienstagmorgen. Von allen Richtungen wurde gewarnt: „Lassen Sie das Auto besser stehen“. Nicht so einfach, wenn man zur Arbeit muss. Die Schüler hat das Blitzeis gefreut. Sie durften zu Hause bleiben. Gestern hieß es in den Landkreisen Altötting und Mühldorf für alle schulfrei.

  • Wer entscheidet das? 
  • Woher kommen die Informationen für so eine Entscheidung?
  • Wie kommt die Nachricht an Schulen, Eltern und Busunternehmer?

Beispielhaft für beide Landkreise hat innsalzach24.de beim Landratsamt Altötting nachgefragt.

Lokale Koordinierungsstelle

Im Zentrum steht das Staatliche Schulamt. Jeder Landkreis hat eins. Beim Leiter laufen die Informationen zusammen. Die kommen beispielsweise vom Bauhof des Landkreises. Von dort aus fahren die Räum- und Streufahrzeuge raus in den Landkreis, um die Kreisstraßen von Schnee und Eis zu befreien. Meldungen von Polizei, Wetterdiensten und Presse kommen dazu. Meist seien solche Verkehrssituationen wie am Dienstagmorgen bereits vorher abzusehen, so Markus Huber von der Pressestelle des Landratsamtes Altötting, eine Entscheidung, dass die Schulen geschlossen bleiben also schnell getroffen.

Meldekette

Ist die Entscheidung gefallen beginnt eine Meldekette. Am Dienstagmorgen war das gegen 6 Uhr morgens. Das Staatliche Schulamt informiert alle Grund-, Mittel-, Förder- und Berufsschulen sowie das Landratsamt. Letzteres übernimmt den zweiten Meldekreis. Der betrifft die Schulleiter der weiterführenden Schulen, die Busunternehmer und die Öffentlichkeit via Presse. Darüber hinaus geht Meldung an das Kultusministerium. Das wiederum stellt die Informationen über Schulausfälle in einer zentralen Datenbank insbesondere den Radiostationen zur Verfügung.

KatWarn

Im Landkreis Altötting gibt es solche Informationen wie, dass die Schule ausfällt, ganz praktisch über eine App. Bereits im Juli 2013 wurde dieser Infodienst eingeführt. Der Landkreis war damals der erste in ganz Bayern. 5900 Nutzer sind es laut Markus Huber heute. Die KatWarn-App ist kostenlos.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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