Die Chemikalie soll krebserregend sein

Paukenschlag beim PFOA-Problem: Verursacher wollen offenbar zahlen

Landkreis Altötting – Die Übernahme der Kosten für Bau und Betrieb von Aktivkohlefilteranlagen im Altöttinger Forst ist offenbar gesichert. 50 Jahre lang wollen die Verursacher anscheinend dafür gerade stehen, dass das Trinkwasser frei von PFOA ist. Die Chemikalie steht unter dem Verdacht, krebserregend zu sein.

Noch fehlt die Unterschrift aber die entsprechenden Vertragspapiere sind offenbar vorbereitet. Die chemische Industrie, zuvorderst die Firma Dyneon will für Bau und Betriebskosten von Aktivkohlefilteranlagen im Öttinger Forst aufkommen, letztere für die Zeit von 50 Jahren. Vertragsgegenstand ist laut eines Berichtes der PNP, „dass das Trinkwasser künftig PFOA-frei ist“. Am Mittwoch kommender Woche sollen die Vertragspapiere von allen Seiten unterschrieben werden.


Anfang nächsten Jahres soll es losgehen

Das Blatt zitiert den Ersten Bürgermeister der Stadt Altötting Herbert Hofauer (Freie Wähler). Der soll gesagt haben, dass es die schwierigsten Verhandlungen gewesen seien, die er bis dato geführt habe. Nun scheint alles klar: „Im Frühjahr 2019 soll der Anlagenbau beginnen, im Herbst wird mit der Fertigstellung gerechnet.“

Die Verursacher wollen offenbar zahlen

Diese freudige Meldung für letztlich viele tausend besorgte Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Altötting kam überraschend. Nur wenige Stunden zuvor im Neuöttinger Stadtrat war das Thema PFOA im Trinkwasser und mögliche Maßnahmen mitsamt Finanzierung von Gegenmaßnahmen (wie entsprechenden Aktivkohlefilteranlagen) im Rahmen der öffentlichen Sitzung nicht behandelt worden. 


Die entsprechende Zustimmung zu dem ausgearbeiteten Vertragspapieren ist laut dem dortigen Ersten Bürgermeister Peter Haugeneder (SPD) erst im nicht-öffentlichen Teil gefallen. Hintergrund: Altötting, Neuötting und Winhöring stellen einen gemeinsamen Wasserversorger mit Brunnen im Altöttinger Forst dar. 

Von einer Zusage der Verursacher, die Kosten für die stationären PFOA-Filteranlagen mit Aktivkohle und deren Betrieb in den nächsten 50 Jahre zu übernehmen wie auch die Kosten für die bislang temporäre Anlage in Kastl profitieren auch die Gemeinden Kastl, Tüßling, Burgkirchen und Emmerting.

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