Wasserzweckverband Inn-Salzach

Hauswasseranlagen: Sind sie die Schwachstelle im Leitungsnetz?

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Landkreis - Seit zwei Wochen schon wird das komplette Leitungsnetz des Wasserzweckverbands Inn-Salzach auf Schäden und Schwachstellen hin untersucht. Ein erster Verdacht: Private Hauswasseranlagen könnten an der Verunreinigung schuld sein.

Damit hoffen wir, der Ursache für die ärgerliche und unerklärliche Verkeimung endlich auf die Spur zu kommen“ hieß es vom Wasserzweckverband Inn-Salzach im Vorfeld zur systematischen Überprüfung des kompletten Leitungsnetzes. Zwei Fachfirmen wurden beauftragt. Zwei Wochen sind seitdem vergangen und es gibt noch viel zu tun.

Die Suche nach der Schwachstelle

100 Kilometer Hauptleitungen und 1750 Hausanschlüsse wollen überprüft werden. Ja, richtig gelesen: auch die Hausanschlüsse. Vorangegangen war die Chlorung des Trinkwassers. Bis in die letzte Ecke des Leitungsnetzes musste es gelangen und dort nachweisbar sein. Vorher konnte das Landratsamt Altötting die Abkochverordnung nicht aufheben. Das ist jetzt geschehen und damit konnten nun die Suchtrupps losgeschickt werden.

Ein erster Zwischenbericht

Im Gespräch mit innsalzach24.de berichtet Wassermeister Tobias Bauer vom Wasserzweckverband Inn-Salzach am Dienstagvormittag von einem guten Verlauf bisher. Man käme gut voran mit der Überprüfung bis hin zum Endabnehmer. Alle seien sehr verständnisvoll für den Einsatz des Wasserzweckverbands und der von ihm beauftragten Fachfirmen. 

Auf der Suche nach der Fehlerquelle, also der Stelle, wo der Eintrag der Keime in das Trinkwasser im Leitungsnetz stattfindet, habe man ganz besonders die privaten Hauswasseranlagen im Visier, so Bauer gegenüber innsalzach24.de. 

Problem private Hauswasseranlage

Eine Regenwasser-Zisterne für die Klospülung: Das klingt eigentlich sehr vernünftig. Ein Problem gebe es dann, wenn die beiden - eigentlich voneinander unabhängigen Kreisläufe - Hauswasser und Leitungsnetz - eine Verbindung haben, so Bauer. Genau an dieser Stelle könnten Bakterien in das allgemeine Leitungsnetz eingetragen werden

Es klingt irgendwie schräg, da Wasser in einer Leitung ja bekanntlich fließt und da steckt Druck dahinter. Wie also sollen Bakterien einen Weg rein finden? "Sie können zurück wachsen", sagt Bauer. An den Wänden der Leitungen könnten Bakterien also trotz des Drucks in der Leitung überleben, sich vermehren und immer weiter ins Netz vordringen

Fest stehe nach wie vor, dass die bisher noch unerklärliche Verkeimung nicht von der Zentraleinheit der Wasseraufbereitung kommt. Der Wasserzweckverband Inn-Salzach bedanke sich bei allen Endkunden für ihr Verständnis und ihre Bereitschaft, an der Findung der Schwachstelle mitzuwirken und hoffe auf weiterhin gute Zusammenarbeit. 

Insgesamt sind acht Wochen für die Untersuchung des gesamten Leitungsnetzes veranschlagt.

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