Beide Standorte der Geriatrie „machen absolut Sinn“

Neue Chefärztin der Kreiskliniken Altötting-Burghausen vorgestellt

+
Vorstellung der neuen Chefärztin der Geriartrie an den Kreiskliniken Altötting-Burghausen: Vorstand Michael Prostmeier, Landrat Erwin Schneider, ärztlicher Direktor Dr. Michael Kraus, Chefärztin Dr. Henriette Hönings und Vorgänger Dr. Raymund Hahn.
  • schließen

Landkreis Altötting – Frau Dr. med. univ. Henriette Hönings ist ab dem 1. Oktober neue Chefärztin der Geriatrie an den Kreiskliniken Altötting-Burghausen. Die 55-Jährige soll eine der wichtigsten Abteilungen weiterentwickeln.

„Die Geriatrie gewinnt immer mehr an Bedeutung, allein wegen des demografischen Wandels. Daher freue ich mich, dass Henriette Hönings ab 1. Oktober hier ist“, so Landrat Erwin Schneider. Viele Menschen hätten schon mal mit dieser Abteilung zu tun gehabt – am häufigsten als Angehörige. Wichtig sei, wie Patienten die Klinik verlassen – als Pflegefall oder selbstständig.

Vorstand Michael Prostmeier sieht die Geriatrie als eine der wichtigsten Abteilungen der Klinik an. Daher war er auch froh, dass Dr. Hahn aus dem Ruhestand zurückgekommen ist und die Zeit bis zum Oktober überbrückt werden konnte und jetzt eine neue Nachfolgerin präsentiert werden konnte. „Die Geriatrie ist nach dem Rücktritt von Dr. med. Raymund Hahn leider suboptimal gelaufen. Zum Glück ist er noch mal zurückgekommen“, so der Ärztlicher Direktor Chefarzt Prof. Dr. Dr. Michael Kraus.

Zusätzliche Möglichkeiten weiterentwickeln

Jetzt soll Hönings die gute Situation übernehmen und hat sich bereits selbst Ziele als Chefärztin der Geriatrie formuliert: „Ich möchte die guten Strukturen erhalten und zusätzliche Möglichkeiten weiterentwickeln.“ Da die Geriatrie ein breites Fachgebiet umfasst, würde es viele Optionen dafür geben. Denkbar sei beispielsweise die Demenz mehr in den Vordergrund zu setzen.

Die verschiedensten Bereiche müssen sich mit der Altersmedizin auseinandersetzen. Dr. Kraus verspricht daher volle Unterstützung für die neue Chefärztin: „Die interdisziplinarische Zusammenarbeit ist sehr wichtig. Die Geriatrie rundet das Angebot ab. Bei uns werden die Patienten nicht ab-, sondern übergeben.“

Der Erfolg der Behandlung würde aber auch an anderen Aspekten hängen. So sieht Hönings die Zusammenarbeit mit den Pflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten, den Logopäden und vielen anderen als einen wichtigen Baustein.

Burghausen mit hohem Ansehen

Die Kreiskliniken Altötting-Burghausen arbeiten laut Hönings bereits auf höchstem Niveau und setzen die Bedürfnisse der alten Menschen in den Vordergrund. Zudem gehöre Burghausen mit der geriatrischen Rehabilitation bereits zu den renommiertesten Standorten in ganz Bayern und hätte eine große Nachfrage. Aktuell umfasst diese Abteilung knapp 45 Betten.

Ein größerer Bedarf wäre aber durchaus vorhanden. Zum einen würde die Medizin immer besser werden und die Lebenserwartung mit guter Lebensqualität steigen. Zum anderen seien Rehabilitationsbetten Mangelware. „Die Reha ist ab dem ersten Tag besonders wichtig. Wenn man sechs Wochen warten muss, hat man mit großer Sicherheit einen Pflegefall“, so Schneider.

Große Nachfrage in Burghausen - Altötting wird aufgestockt

„Wir könnten 25 Betten mehr füllen. Wir haben eine große Nachfrage, auch aus dem Großraum München und Österreich“, so Vorgänger Dr. Raymund Hahn. Die Einheimischen würden aber bevorzugt werden. Da die Geriatrie jedoch schlecht bezahlt wird, sollen auch in Zukunft hauptsächlich lokale Patienten versorgt werden. „Das leisten wir uns für unsere Bürger“, so Schneider. In Altötting soll zudem die Akutgeriatrie von 20 auf 40 Betten ausgebaut werden.

Eines ist sicher: Dr. Hönings wird auf jeden Fall eine wichtige Rolle einnehmen. Und da ihre Abteilung kaum Geräte oder eine OP benötigen, will sie den Fokus auf die Zuwendung legen: „

Der alte Mensch braucht Menschen. Das ist das Wichtigste

.“

jz

Zurück zur Übersicht: Landkreis Altötting

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT