Das war ihr "Carbage Run 2017"

Vier Altöttinger und "Zenze": Roadtrip statt Ballermann

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Auch mal anhalten und sich was anschauen war natürlich drin.
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Landkreis Altötting - Kein Ballermann-Feeling, kein Sauftourismus: "Auf dem "Carbage Run" geht´s ums Fahren und Erleben." Ein paar Tage nach ihrer Rückkunft hat innsalzach24.de die vier Auto-Abenteurer noch einmal befragt.

Gerne wieder!“, sagen die vier Auto-Abenteurer aus dem Landkreis Altötting über ihren Roadtrip auf dem „Carbage Run 2017“. 

  • Fünf Tage waren sie auf dieser verrückten Rallye unterwegs. 
  • 2500 Kilometer sind sie durch Osteuropa gefahren. 
  • Sieben Länder haben sie dabei durchquert. 

Die Erlebnisse verarbeitet wohl keiner so gleich nach der Heimkehr. innsalzach24de hat die vier vom Team „Hoizlandla“ ein paar Tage danach befragt.

"Kein Ballermann": Neue Fotos vom Roadtrip der vier Altöttinger (1)

So hatte alles angefangen: 2.500 Kilometer durch Osteuropa: Ohne Holzsau "Zenze" geht es nicht!

„Super organisiert“

Alexander Germer beschreibt stellvertretend für alle den „Carbage Run“ backstage: „Alles war super organisiert“, sagt er. „Keine Sauftouristen unter den Teilnehmern, kein Ballermann-Feeling und um 24 Uhr war jeweils Zapfenstreich und alle gingen ins Bett.“ Das klingt angesichts der Fotos von wild verzierten Autos natürlich komisch. „War aber so.“

Die Stimmung bestens gewesen. „Schließlich geht’s hier ums Fahren und auch darum, mal was anderes zu sehen und zu erleben“ und gerade von Letzterem habe es viel gegeben. Die Tagesaufgaben gehören da auch dazu.

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„Uns geht es richtig gut“

Bebbo Gillhuber beschreibt stellvertretend für alle aus dem Team „Hoizlandla“ die wichtigsten Eindrücke, welche die vier in fünf Tagen auf der Straße durch sieben Länder Osteuropas sammeln konnten: Von teilweise völlig kaputten Straßen ist dabei die Rede, von vielen leer stehenden oder verfallenen Häusern und Industriebauten. „Froh und dankbar sollten wir hier in Deutschland alle sein, dass es uns hier so gut geht.“

So schlimm, wie es teilweise vor Ort aussehe, umso mehr seien alle vier überrascht gewesen von „so viel Gastfreundschaft“. Wir erinnern uns: Eine Aufgabe lautete, dass die vier ein Bad nehmen sollen bei einem Fremden. Das haben sie dann auch gemacht:

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„Der Zusammenhalt war einfach hammermäßig“

2.500 Kilometer durch sieben Länder Osteuropas in Autos, die maximal 500 Euro gekostet haben dürfen. Großer Komfort ist da nicht, eine funktionierende Klimaanlage mehr Wunsch als wirklich vorhanden und abends gibt es kein Hotel sondern Camping. Da kommt unweigerlich eine Frage auf: Geht man sich da nicht irgendwann mal auf den Sack?

"Kein Ballermann": Neue Fotos vom Roadtrip der vier Altöttinger (2)

„Nein!“ sagt Dominik Steinlehner. Genau das Gegenteil sei der Fall gewesen und das nicht nur im Team „Hoizlandla“ sondern auch bei den Teams untereinander. „Jeder hat jedem geholfen: Eine große Rallye-Familie.“ Zu seinen Teamkameraden sagt Steinlehner: „Wenn i wieder so a Tour mach, dann am besten nur mit denen drei.“ Eine Meinung die freilich alle teilen.

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„Er war der Navigator“

Der Vierte im Team „Hoizlandla“ ist Fridolin Germer, der Vater von Alexander. Die beiden Germers saßen im Seat Toledo. „Schauts! Wir sind jetzt hier“, soll der Navigator unter den vieren immer gesagt und dabei auf sein Kartenmaterial gezeigt haben. „Er hat alles ganz genau eingezeichnet, wie wir gefahren sind und wo wir waren“, erzählt Germer junior. „Das ist schön, weil man so alles später mal noch genau nachvollziehen kann.“

Es habe allen großen Spaß gemacht, ihn im Team zu haben und einen spürbaren Altersunterschied so alla Besserwisser weil „Ich bin der Ältere“ habe es nicht gegeben. „Es war sehr harmonisch“, sagt Alexander Germer. Entscheidungen hätten sie immer alle zusammen gefällt, so auch die an Tag vier auf dem „Carbage Run“.

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„Zenze“ war der eigentliche Star

Natürlich: Der „Carbage Run“ ist ein verrückter Roadtrip aber er scheint allen vier „Hoizlandlan“ großen Spaß gemacht zu haben. Die eigentliche Schau gehörte aber „Zenze“, dem hölzernen Glücksschwein auf dem Dach des VW T4. „Überall, wo wir waren haben, wurde die Sau geliebt“, erzählt Dominik Steinlehner. Bis zur nächsten großen Fahrt müsse sich aber der eigentliche Star vom Team „Hoizlandla“ erst einmal ausruhen. „Zenze kriegt jetzt erst einmal ein ruhiges Platzerl im Garten.“

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„Ein großes Danke an die Sponsoren“

Es war eine kurzfristige Idee, die freien Flächen auf dem Auto zu verspenden. Dafür kamen Aufkleber der Sponsoren drauf. Dennoch sind so stattliche 700 Euro zusammengekommen. Geld, das die vier Auto-Abenteurer zusammen mit den versprochenen 5 Cent pro Auto und gefahrenem Kilometer demnächst an eine gemeinnützige Einrichtung in der Region weitergeben.

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