Nachgefragt beim Landratsamt

Wie kann die "Todesstrecke" AÖ 12 sicherer werden? - Teil 2

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Landkreis Altötting: "Jeder Tote ist einer zuviel" aber was tun auf der AÖ 12? innsalzach24.de hat nachgefragt.
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Landkreis Altötting - "Wie kann die "Todesstrecke" AÖ 12, auch Baum- oder Eschenallee genannt, zwischen Altötting und Tüßling sicherer werden"? innsalzach24.de hat nachgefragt.

Zwei Tote im Straßenverkehr in den letzten zwölf Monaten auf der Kreisstraße AÖ 12 zwischen Altötting und Tüßling. Immer dann, wenn sich dort Tragisches ereignet hat, gibt es Reaktionen der innsalzach24.de-Leser auf die entsprechenden Meldungen. Sie reichen von Anteilnahme und Betroffenheit gegenüber den Opfern und deren Angehörigen bis hin zur Forderung, dass die AÖ 12 endlich sicherer werden muss. Das ist offenbar nicht so einfach (innsalzach24.de berichtete).

Das Wichtigste bisher:

  • Die Eschenallee ist ein Naturdenkmal und steht unter Schutz. Bäume umschneiden ist also nicht.
  • Die Straße verbreitern geht aufgrund des unter Schutz stehenden Naturdenkmals auch nicht.
  • Im Moment gilt 100 km/h als zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Nachgefragt:

Ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung möglicherweise die Lösung? Offenbar nicht. Bis 2010 galt auf dieser Strecke eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Die hat man mit der Wegnahme des Mittelstreifens aufgehoben. Jetzt gelten die außerorts bekannten 100 km/h.

Man habe die Straße optisch enger machen wollen, heißt es auf Nachfrage von innsalzach24.de aus dem Landratsamt zum Thema Mittelstreifen. Messungen vorher und nachher hätten ergeben, dass ohne Mittelstreifen – also seit 2011 – insgesamt langsamer gefahren wird und das obwohl 100 km/h als maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit gilt, so ein Sprecher.

Das steht in der Straßenverkehrsordnung (StVO) dazu:

„Geschwindigkeitsbeschränkungen aus Sicherheitsgründen sollen auf bestehenden Straßen angeordnet werden, wenn Unfalluntersuchungen ergeben haben, dass häufig geschwindigkeitsbedingte Unfälle aufgetreten sind. Dies gilt jedoch nur dann, wenn festgestellt worden ist, dass die geltende Höchstgeschwindigkeit von der Mehrheit der Kraftfahrer eingehalten wird. Im anderen Fall muss die geltende zulässige Höchstgeschwindigkeit durchgesetzt werden. Geschwindigkeitsbeschränkungen können sich im Einzelfall schon dann empfehlen, wenn aufgrund unangemessener Geschwindigkeiten häufig gefährliche Verkehrssituationen festgestellt werden.“

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