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Das Landratsamt Altötting informiert

Holzstapel sind bei Rauhautfledermäusen besonders beliebt

Das Bild zeigt eine ca. 7 g schwere Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii), welche in Holzstapeln überwintert. (Foto: Dr. Andreas Zahn).
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Das Bild zeigt eine ca. 7 g schwere Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii), welche in Holzstapeln überwintert.

Gerade jetzt, wo wieder viel mit Holz geheizt wird, mehren sich auch die Stapel mit Scheitholz an den Haus- und Garagenwänden. Diese Lagerstätten werden von den kleinen 7-9 g schweren Rauhautfledermäusen (Pipistrellus nathusii) gerne als Überwinterungsquartiere genutzt.

Die Meldung im Wortlaut:

Landkreis Altötting - Wie alle heimischen Fledermäuse benötigen sie ein ruhiges, störungsfreies Winterquartier, um die insektenarme Zeit gut überstehen zu können. Holzstapel sind für sie dabei eine gute Alternative zu natürlichen Baumhöhlen.

Rauhautfledermäuse sind besonders, weil sie rekordverdächtige Wanderungen unternehmen. Wie Zugvögel und andere europäische Fledermäuse wandern sie zwischen ihren Sommer- und Winterlebensräumen. Wissenschaftler haben dies durch Wiederfunde von Fledermäusen herausgefunden. Die Fledermäuse wurden dazu mit kleinen nummerierten Metallklammern markiert. Das Bundesamt für Naturschutz und das Zoologische Forschungsmuseum Alexander König in Bonn haben die Daten ausgewertet und dabei die bisher weltweit weiteste Flugentfernung bei einer Rauhautfledermaus festgestellt. Die Fledermaus wurde in Lettland markiert und 1.905 km südlich in Kroatien wiedergefunden.

Bei uns werden die winterschlafenden Fledermäuse meist beim Umschichten und Abtragen von Holzstapeln gefunden. In diesem Fall sollte man das Tier nur mit Handschuhen vorsichtig anfassen, um es in einen anderen Teil des Holzstapels, der in den kommenden Wochen nicht abgetragen wird, krabbeln zu lassen. Oder sie wird katzensicher, tief zwischen die Holzscheite gelegt, wobei hier unbedingt auf einen freien Ausgang zu achten ist.

Die Fledermaus sollte auf keinen Fall ins warme Zimmer mitgenommen werden. Sie würde dann aufwachen und dabei wertvolle Winterfettreserven verbrauchen, die sie noch für den restlichen Winterschlaf bis April benötigt. Angst, dass die Fledermäuse erfrieren, muss man nicht haben. Fällt die Umgebungstemperatur unter den Gefrierpunkt, wacht sie automatisch auf und sucht sich einen wärmeren Schlafplatz.

Funde von Fledermäusen können, am besten mit einem Foto, bei der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Altötting bei Dr. Dorothea Friemel (Tel.: 08671 502-763, E-Mail: Dorothea.Dr.Friemel@lra-aoe.de) gemeldet werden.

Pressemeldung des Landratsamt Altötting

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