931 Anmeldungen und alle kommen dran

PFOA-Blutuntersuchungen: Wissen wollen, woran man ist

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Landkreis Altötting - Seit über einer Woche konnten sich Bürgerinnen und Bürger für die Blutuntersuchungen auf PFOA, den Ersatzstoff ADONA und sechs weitere perfluorierte Substanzen anmelden, sofern sie einem der sechs Untersuchungsgebiete zuzuordnen waren.

Update, 15.30 Uhr: Das sagt Alexander Huber (Wasserzweckverband Inn-Salzach)

Mit 112 Anmeldungen aus dem Einzugsgebiet des Wasserzweckverbands Inn-Salzach tut sich eine Frage auf. "Warum sind das im Vergleich zu beispielsweise Altötting mit 89 so viele?" Schließlich gibt es dort bereits seit 2009 eine Aktivkohlefilteranlage. Auf Nachfrage von innsalzach24.de sagt Alexander Huber, dass die Menschen im Einzugsgebiet des Wasserzweckverbands Inn-Salzach offenbar einfach wissen wollen, wo sie jetzt stehen und genau wie alle anderen sehen wollen, wie es nach Ablauf der Halbwertszeit von PFOA im menschlichen Körper jeweils persönlich aussieht.

Update, 12.15 Uhr: Das sagt Bürgermeister Stefan Kammergruber (Emmerting)

Auf Nachfrage von innsalzach24.de erklärt Emmertings Erster Bürgermeister Stefan Kammergruber am Montagmittag, dass er sich sehr freue, dass alle, die sich gemeldet haben, auch drankommen. Eigentlich nämlich waren für Emmerting - wie für die zuletzt anderen fünf ausgewiesenen Gebiete - jeweils nur 140 Probanden als möglich vorgesehen. Insgesamt wollte man 840 Freiwilligen die Möglichkeit geben, sich untersuchen zu lassen und damit die auf den Infoveranstaltungen aus den Reihen der besorgten Bürgerinnen und Bürger viel geforderte Klarheit zu bekommen: "Bin ich belastet und wie stark?"

Es war eine Blutuntersuchung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) an Blutproben von Emmertingerinnen und Emmertingern und deren Ergebnisse und eine offenbar mangelhafte Informationspolitik seitens des staatlichen Gesundheitsamtes, welche den Stein Ende 2017 so richtig ins Rollen brachte. Von daher scheint die Zahl von 219 Anmeldungen aus der Alzgemeinde nicht verwunderlich. 

Erstmeldung:

Die Pressestelle des Landratsamtes in Altötting meldet: 

"Insgesamt meldeten sich 931 Personen an, die sich auf die Untersuchungsbereiche wie folgt aufteilen

  • Kastl und Tüßling: 283
  • Burgkirchen (ohne Hirten): 122 
  • Emmerting: 219 
  • Neuötting und Winhöring: 98 
  • Altötting: 89 
  • Wasserzweckverband Inn-Salzach (Alzgern, Haiming, Stammham, Marktl): 112 
  • nicht zuzuordnen: 8 

Alle Angemeldeten kommen dran

Grundsätzlich waren für jeden Untersuchungsbereich 140 Probanden vorgesehen. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat sich jedoch bereit erklärt, alle angemeldeten Personen zu untersuchen

Die Blutentnahme wird ab dem 30. Januar am Gesundheitsamt Altötting, Vinzenz-von- Paul-Str. 8 durchgeführt werden. Die Terminvereinbarungen haben bereits begonnen. 

Vor der Blutentnahme werden die Studienteilnehmer/innen gebeten, eine Einverständniserklärung abzugeben sowie einen Fragebogen auszufüllen. Beide Bögen können auch im Vorfeld von der Homepage des Landratsamtes (www.lra-aoe.de) geladen und ausgefüllt zur Untersuchung mitgebracht werden. 

Das Ergebnis wird etwas auf sich warten lassen

Aufgrund der hohen Zahl der Studienteilnehmer und der Untersuchung auf mindestens acht perfluorierte Verbindungen (PFTs), werden die Analysen und die wissenschaftliche Auswertung voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen. Das Landratsamt Altötting hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege um Unterstützung und Priorisierung gebeten, damit die Untersuchungsergebnisse so rasch wie möglich vorgelegt werden können.

Pressemeldung des Landratsamtes Altötting/rw

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