Wasserwacht im Dauereinsatz

Elf Alarmierungen seit Ende Juni

Wasserretter sichern ein Arbeitsboot im Innkanal, das kurz vor dem Versinken steht.
+
Wasserretter sichern Arbeitsboot im Innkanal

Landkreis Altötting - Die Wasserwachten des Landkreises Altötting sind im Dauereinsatz – elfmal wurden die ehrenamtlichen Wasserretter seit Ende Juni von der Integrierten Rettungsleitstelle Traunstein alarmiert. In durchschnittlichen Monaten kommt die Wasserrettung auf etwa zwei Einsätze.

Los ging die Einsatzserie am 22. Juni, als es galt, eine in Altötting vermisste Frau auf dem Inn zu suchen. Ein nicht alltäglicher Einsatz rief die Wasserwachten Töging, Altötting und Perach am 2. Juli auf den Plan. Die Einsatzkräfte wurden nach einem Verkehrsunfall in das Gemeindegebiet Pleiskirchen alarmiert. Ein PKW kam in einem Bachlauf zum liegen – glücklicherweise führte dieser kaum Wasser. Bereits am 3. Juli machte eine erneute Vermisstensuche in Marktl den Einsatz aller Wasserwachten des Landkreises notwendig.


Die gesuchte Frau konnte am Tag darauf in Österreich nur mehr tot geborgen werden. Drei Tage später unterstützte die Töginger Wasserwacht die Feuerwehr. Im Industriepark „Inntal“ gelangte eine kleine Menge Öl in die Kanalisation und den Innkanal. Die Wasserretter zogen mit dem Boot eine Ölsperre ein. Diese wurde zwei Wochen später ebenfalls per Boot wieder abgebaut. Am 20. Juli trieb ein Hund im Inn zwischen Mühldorf und Töging. Auch zu diesem Einsatz wurden die Wasserwachtler alarmiert. Der Hund konnte sich noch vor Eintreffen der Rettungskräfte selbst aus dem Gewässer befreien.

Innerhalb von fünf Tagen versanken am Ende des Monats Juli zwei Personen im Innkanal. Zahlreiche Rettungskräfte auch aus dem Landkreis Altötting kamen bei den anschließenden Such- und Rettungsmaßnahmen zum Einsatz. Eine Person wurde zwischenzeitlich tot durch die Wasserwacht am Kraftwerk Töging geborgen. Die zweite ins Wasser gestürzte Person ist weiterhin abgängig.


Einen kuriosen Einsatz absolvierten die Töginger Wasserwachtler im Unterwasser-Innkanal. Das Arbeitsboot einer Firma, die am Bau des neuen Kanalkraftwerkes beteiligt ist, lief voll Wasser und drohte zu sinken. Die Wasserwacht unterstützte das Auspumpen des Bootes und schleppte es zu einer geeigneten Stelle ab, an der es aus dem Wasser genommen werden konnte.

Ein Einsatz war auch an der Salzach erforderlich. In Burghausen kenterte ein Vater mit seinen beiden Kindern. Glücklicherweise trugen alle drei Personen eine Schwimmweste und überstanden die Flussfahrt unbeschadet. Die Wasserretter der Wasserwacht sind rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres ehrenamtlich in Bereitschaft, um bei Notfällen am und im Wasser eingreifen zu können. Um eine schnelle Reaktion zu ermöglichen, unterhält die Kreiswasserwacht Altötting insgesamt sechs sog. „Schnelleinsatzgruppen“ an den Standorten Altötting, Burghausen, Burgkirchen, Marktl, Perach und Töging.

Pressemitteilung der Kreiswasserwacht Altötting

Kommentare