Altöttinger MdB Stephan Mayer zu Hass auf BVB-Tribüne

"Brutal, hochgradig aggressiv, ohne Sinn und Verstand"

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Landkreis Altötting/Berlin - Nach den Ausschreitungen beim Spiel BVB gegen RB Leipzig in der Fußball-Bundesliga meldet sich MdB Stephan Mayer zu Wort: "Keine Toleranz gegenüber den Ultras" und zur Not Spielabbruch.

"Eine Atmosphäre der Gewalt", "Die Wand der Schande", Ausschreitungen, Polizei und die nicht zu knapp bis hin zu Festnahmen und bereits eingeleiteten Strafverfahren. Keine Frage, ein Fußballfest sieht anders aus. Als einer der ersten Politiker wurde MdB Stephan Mayer (CSU) in den Medien zitiert. innsalzach24.de hat den Wahlkreisabgeordneten um eine ausführliche Stellungnahme gebeten.

Stellungnahme Stephan Mayer im Wortlaut:

"Frauen und Kinder mit Steinen und Flaschen zu bewerfen, ohne Sinn und Verstand: Das ist schlicht brutal, hoch aggressiv und eine absolut neue Dimension von Gewalt!", so der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer, der auch im Sportausschuss arbeitet.

Klare Ansage:

"Wenn mehr als 400 Ultras Fairplay mit Füßen treten, das friedliche Beisammensein beim Fußballspiel durch rohe Gewalt ersetzen, habe ich dafür null Toleranz!", meint der direkt gewählte Wahlkreisabgeordnete weiter.

"32 bereits eingeleitete Strafverfahren, bei mehr als 230 Polizeibeamten im Einsatz: Das bedarf mehr als nur einer entsprechenden Sanktionierung durch den DFB.", fordert der Sportpolitiker Mayer. Klare Statements von Schmelzer, Dickel und der Südtribüne würden hier bei Weitem nicht ausreichen. Der Claim "Echte Liebe" des BVBs stünde seit dem Spiel vom vergangenen Samstag mehr als in einem schlechten Licht.

Als mögliche Konsequenz sehe Mayer unter anderem, Spiele erst dann anzupfeiffen, wenn alle Transparente - die in einem Fußballstadion nichts verloren haben - verschwunden sind. Sollten diese während des Spiels wieder auftauchen, müsste es auch möglich sein, die Fußballaustragung zu unterbrechen. "Hass-Plakate, beleidigende Schmähungen und Krawalle haben im Sport nichts verloren, egal ob bei einem Bundesligaspiel oder bei einer Partie des örtlichen Fußballvereins", fordert MdB Stephan Mayer.

Einigkeit mit dem Minister:

Mayer teilt auch das Statement des Bundesinnenministers Thomas de Maizière aus vollster Überzeugung, der sich gegenüber BILD wie folgt äußerte: "Wer Steine und Getränkekisten auf Polizisten wirft und nicht mal auf Familien und Kinder Rücksicht nimmt, ist in Wahrheit kein Fußballfan und gehört nicht ins Stadion, sondern hinter Schloss und Riegel." Es gilt nun, die vielschichtige und unübersichtliche Ultraszene zu entblößen und die Rädelsführer zu identifizieren.

Stellungnahme Stephan Mayer/rw

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