Staatsanwaltschaft ermittelt im Kreis Altötting gegen Unbekannt

PFOA-Anzeige: Das sagen Infraserv und das Landratsamt

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Greenpeace-Aktion gegen Chemikalien-Einleitung in Fluss.
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    Heinz Seutter
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Landkreis Altötting - Am Wochenende haben Meldungen über Strafanzeigen durch Bürger in Sachen PFOA für Aufregung gesorgt. Inzwischen sind weitere Details durchgesickert.

Update, 15.30 Uhr:

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Sowohl das Landratsamt Altötting als auch die Geschäftsführung von Infraserv teilten auf Nachfrage von innsalzach24.de mit, dass sie noch keine offizielle Kenntnis von der Strafanzeige hätten. "Wir müssen nun zunächst den Inhalt dieser Anzeige prüfen", teilte das Landratsamt mit. InfraServ Gendorf betont, dass das Unternehmen PFOA weder hergestellt noch verwendet habe, sondern lediglich der Standortbetreiber des Chemieparks Gendorf sei. Die Produktion gehen auf das selbstständige Unternehmen Dyneon zurück. 

Die Erstmeldung, 6.35 Uhr:

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, sollen unter anderem Altöttings Landrat Erwin Schneider und InfraServ-Geschäftsführer Dr. Bernhard Langhammer unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt worden sein. Das wurde laut heimatzeitung.de von der Staatsanwaltschaft und Polizei bislang allerdings nur bedingt bestätigt.

Die Ermittlungen würden sich derzeit nicht gegen bestimmte Personen richten. Wann die Ermittlungen abgeschlossen sind, konnten weder Polizei noch Staatsanwaltschaft genau sagen. Auch über den genauen Inhalt der Anzeigen ist derzeit nichts bekannt.

Was ist PFOA?

PFOA (Perfluoroctansäure) ist eine fluorierte synthetische Säure mit zahlreichen industriellen Anwendungen. PFOA gehört zu der Stoffgruppe der perfluorierten Carbonsäuren innerhalb der perfluorierten Tenside. Wegen der Verunreinigung im Trinkwasser waren Ende 2016 die PFOA-belasteten Brunnen von Kastl sowie die von Alt- und Neuötting mit Winhöring im Öttinger Forst vom Netz genommen worden. Da die möglicherweise Krebs erregende Chemikalie beim Stillen sehr leicht auf Babys übergehen kann, können stillende Mütter inzwischen kostenlos ihre Muttermilch untersuchen lassen.

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