Kommunalwahl Bayern 2020: Landratskandidat für den Landkreis Altötting

18 Fragen an Erwin Schneider (CSU)

Will im Landkreis Altötting Landrat bleiben: Erwin Schneider (CSU).
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Will im Landkreis Altötting Landrat bleiben: Erwin Schneider (CSU).

Altötting - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch im Landkreis Altötting wird der Landrat gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Erwin Schneider (CSU).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Erwin Schneider


2. Partei

CSU

3. Alter

58

4. Wohnort

Pleiskirchen seit Geburt

5. Geburtsort

Pleiskirchen

6. Familienstand

verheiratet

7. Kinder

3 Töchter

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Von 1990 bis zum Jahr 2000 war ich Bürgermeister meiner Heimatgemeinde Pleiskirchen und gleichzeitig Mitglied des Altöttinger Kreistags. In den Jahren 1994 bis 2000 war ich Abgeordneter zum Bayerischen Landtag. Seit dem Jahr 2000 darf ich Landrat des Landkreises Altötting sein.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Mein politisches Vorbild ist Stefan Jetz, von dem ich viel lernen konnte.

10. Was verbindet Sie mit Ihrem Landkreis? Was ist das Besondere an Ihrem Landkreis?

Der Landkreis Altötting ist seit meiner Geburt meine Heimat und ich könnte mir nicht vorstellen, irgendwo anders zu leben. Unsere Heimat ist geprägt von einem lebendigen Gemeinwesen, liebenswerten Städten und Gemeinden, schöner Natur und hoher Wirtschaftskraft. Wir sind zudem im Herzen Bayerns – was will man mehr?

11. Warum sind Sie genau die Richtige?

Ob ich der Richtige bin, müssen alleine die Wählerinnen und Wähler am 15. März entscheiden. Auf jeden Fall möchte ich unseren Bürgerinnen und Bürgern auch in den kommenden sechs Jahren als Landrat dienen, um die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortsetzen zu können. Ich denke hier vor allem an die Vollendung der Klinikfusion.

12. Was haben Sie in ihrer vergangenen Amtszeit erreicht? 

Das Projekt, das ganz aktuell herausragt, ist die Fusion der Kreiskliniken Altötting-Burghausen mit dem Kreisklinikum Mühldorf. Mit diesem Zusammenschluss haben wir die Grundlage dafür geschaffen, unseren Bürgerinnen und Bürgern auch in Zukunft eine optimale medizinische Versorgung anbieten zu können. Das einzige, was ich bedauere ist die Tatsache, dass wir die Klinikfusion nicht schon früher gemacht haben. Leider waren aber die Rahmenbedingungen zwischen Mühldorf und Altötting dafür nicht gegeben Darüber hinaus haben wir in den vergangenen Jahren über 100 Millionen Euro in unsere Schulen investiert. Das ist ein Grund, warum der Landkreis Altötting ein so attraktiver Schulstandort ist. Mit der Außenstelle der TH Rosenheim in Burghausen haben wir es zudem geschafft, einen Hochschulstandort im Landkreis zu etablieren, der stetig ausgebaut wird und sich bei den Studierenden großer Beliebtheit erfreut.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Eine der größten Herausforderungen der näheren Zukunft wird es sein, die nun auf den Weg gebrachte Klinikfusion mit Leben zu füllen, damit die Standorte Altötting, Burghausen, Mühldorf und Haag zusammenwachsen und wir auch weiterhin über eine optimal aufgestellte Klinik in kommunaler Hand verfügen, die unsere Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft bestmöglich medizinisch versorgt.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Neben der Klinikfusion gibt es auch weiterhin viel zu tun beim Ausbau unserer Schulen. Hier stehen vor allem Investitionen an der Pestalozzischule, am Kurfürst-Maximilian-Gymnasium und an der Herzog-Ludwig-Realschule an. Zudem werden wir die beruflichen Schulen weiterentwickeln, vor allem werden wir die Entflechtung von FOS/BOS und Berufsschule weiter vorantreiben. 

Des Weiteren wollen wir in den nächsten Jahren den Campus Burghausen deutlich weiterentwickeln. 

Zudem liegt im Bereich der Verkehrsinfrastruktur noch viel Arbeit vor uns. Mit der Fertigstellung der A 94 Richtung München ist zwar ein Meilenstein für die Anbindung unserer Region an die Stadt München gelungen, jedoch müssen wir auch die A 94 Richtung Passau weiter voranbringen. Gerade im Schienenverkehr gibt es noch viel zu tun. Im Fokus stehen vor allem der zweigleisige und elektrifizierte Ausbau der gesamten Strecke München-Mühldorf-Freilassing, die Elektrifizierung Tüßling-Burghausen sowie die bessere Anbindung an den Flughafen München.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Selbstverständlich ist bezahlbarer Wohnraum ein zentrales Thema. Aus diesem Grund hat der Landkreis Altötting auch ganz aktuell eine Kreiswohnbau-Gesellschaft gegründet, die das klare Ziel hat, günstigen Wohnraum zu schaffen. Glücklicherweise haben sich hier bereits zahlreiche Kommunen dazu bereit erklärt, sich an der Gesellschaft zu beteiligen. Wir sind hier auf einem sehr guten Weg.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Das Thema ist nicht nur mir, sondern auch den Kreisgremien äußerst wichtig. Wir haben hier in den vergangenen Jahren daher auch viele angestoßen. Bereits 2009 haben wir uns im Gegensatz zu anderen an den Innkraftwerken beteiligt. Seitdem werden sämtliche Gebäude des Landkreises mit regenerativen Strom versorgt. Ganz aktuell sind große Teile des Landkreises im vergangenen Jahr zur Ökomodellregion ernannt worden, in der zukunftsfähige Projekte zur Entwicklung des ökologischen Landbaus umgesetzt, regionale Wertschöpfungsketten etabliert und das Bewusstsein der Bevölkerung für bio-regionale Ernährung gestärkt werden sollen.

Darüber hinaus stellt der Landkreis Altötting jedes Jahr Geld für den Ankauf von Naturschutzflächen zur Verfügung, die durch den Landschaftspflegeverband bestens bewirtschaftet werden. Ich denke hier vor allem an das Brennen-Projekt an der Mittleren Alz. Letzteres dient nicht nur dem Klimaschutz, sondern insbesondere auch dem Artenschutz.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Ich kann die Proteste der Landwirte absolut nachvollziehen, da ich der festen Überzeugung bin, dass einseitige Schuldzuweisungen nicht angebracht sind. Grundsätzlich wird die Klima- und Artenschutzdebatte derzeit zu emotional und zu undifferenziert geführt. Ich möchte hier für mehr gegenseitiges Verständnis zwischen Bauern und Verbrauchern werben, da nur so die Ziele des Volksbegehrens annähernd erreicht werden können.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Ich habe nun fast 20 Jahre das Amt des Landrats mit viel Freude und Einsatz ausgeübt und würde dies auch in den kommenden sechs Jahren sehr gerne tun. Wie gesagt gäbe es in erster Linie mit der Klinikfusion, die es mit Leben zu füllen gilt, noch sehr viel zu tun. Ich hoffe sehr, dass mir die Bürgerinnen und Bürger Ihr Vertrauen aussprechen.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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