Proben für den Erstfall

Notfall-Großübung 2017 im Werk: Sieben Mal ´Big Bang´ in Burgkirchen

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Notfall-Großübung 2017 im Werk: Sieben Mal ´Big Bang´ in Burgkirchen
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Burgkirchen - Nur gut, dass das eine Übung war, ein Proben für den Ernstfall. Insgesamt sieben Szenarien galt es für die rund 200 Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr sowie vielen weiteren aus der Umgebung zu meistern. Hier sind die Bilder:

Insgesamt sieben verschiedene Szenarien standen bei der diesjährigen Notfall-Großübung des Chemiepark Gendorf auf dem Programm. Von der Werkfeuerwehr bis zu denen aus den umliegenden Gemeinden: Rund 200 Einsatzkräfte nahmen teil. Zum ersten Mal kam die neue Hochdruckwassernebel-Löschanlage so richtig zum Einsatz.

Szenario 1: Bewusstlose Person in einem Tankzug

Diese Übung fand auf dem Parkplatz vor dem neuen Ausbildungs- und Kompetenzzentrum für Feuerwehren statt. Das Übungsziel lautete „Menschenrettung“. Den Einsatzkräften bot sich das Bild eines Tankzugs, in dem sich eine bewusstlose Person befindet.

Eine bewusstlose Person in einem Tankzug retten: Das war Szenario 1

Konzentriert und natürlich selbst gesichert haben die Einsatzkräfte die Übungspuppe aus dem Tankzug „gerettet“.

Die Nachfrage nach einer entsprechenden Ausbildung in dieser Einrichtung in der ehemaligen Eishalle (Keltenhalle) ist offenbar so groß, dass es sogar Pläne für ein Hotel in Burgkirchen gibt, um die Kursteilnehmer entsprechend unterbringen zu können. Das bestätigte auch der Erste Bürgermeister Johann Krichenbauer, der neben vielen Gästen von Polizei, Feuer- und sogar Bundeswehr, die Notfall-Großübung vor Ort verfolgte.

Szenario 2: Herabgestürzter Tankcontainer mit verletzter Person

Nach dem ersten Szenario auf dem Gelände des Ausbildungs- und Kompetenzzentrums wartete im Chemiepark eine weitere Aufgabe: Ein Tankcontainer war auf ein Auto gestürzt. Eine Person wurde dabei verletzt. Das Übungsziel lautete hier: Menschenrettung und Abdichten der Leckage.

Szenario 2: Tankcontainer kracht auf Auto

Szenario 3: Gasaustritt

Das mag sich wohl niemand gerne vorstellen aber für den Fall der Fälle muss insbesondere die Werkfeuerwehr im Chemiepark Gendorf darauf vorbereitet sein. So kam zum ersten Mal für die Öffentlichkeit die neue „Wunderwaffe“ für ein derartiges Szenario unter möglichst realistischen Bedingungen zum Einsatz: Eine Jet-Turbine. Die ist höllisch laut aber sie zerstäubt das Wasser derart, dass eben weniger dieses Lösch- weil vor allem Kühlmittels gebraucht wird. Außerdem „schlagen“ die winzigen Wassertröpfchen das Gas aus.

Sieht klein aus, macht einen höllischen Sound und soll äußerst wirksam sein: Die neue "Wunderwaffe" der Werkfeuerwehr im Chemiepark Gendorf

Wer damals in der Schule im Fach Physik aufgepasst hat, der weiß, dass 6 dB mehr Schalldruckpegel vereinfacht gesagt bedeuten: Doppelt so "laut". Eine Disco wir ersten Internetrecherchen zufolge mit 95 bis 110 dB angegeben. Diese Turbine gibt gute 130 dB von sich. Ohne Schallschutz daneben zu stehen verursacht im ersten Moment möglicherweise körperliches Unwohlsein bis hin zu bleibenden Gehörschäden. Natürlich sind die Operator an dem so klein aussehendem Ding bestens ausgerüstet. Auf Nachfrage von innsalzach24.de sagte ein Mitarbeiter der Werkfeuerwehr über die Einsatzhelme, dass man selbst ein Husten vom Kollegen über die eingebaute Sprechanlage deutlich hören kann.

Szenario 4: Eine verletzte Person auf einem Gebäude

Hier war die Höhenrettung gefragt. Es galt, eine verletzte Person vom Dach eines Gebäudes sicher nach unten zu bringen, damit sie dort weiter versorgt werden kann.

Szenario 4: Hier war die Höhenrettung gefragt

Szenario 5: Brennende Gasleitung

In der Beschreibung steht als Übungsziel "Brandbekämpfung". Nun: Das will in so einem Fall, dass eine Gasleitung brennt, wohl ganz sicher geübt sein. Einfach mal das Feuer löschen reicht hier nicht

Szenario 5: Brennende Gasleitung

Die Notfall-Großübung 2017 im Chemiepark Gendorf in Bildern:

Für die weiteren beiden von insgesamt sieben Szenarien gab es keine Besuchermöglichkeit. Laut Plan ging es in beiden um einen Stromausfall, einmal in einer Produktionsanlage und einmal darum, welche Auswirkungen das auf die Werkfeuerwehr hat.

Notfall-Großübung 2017 im Werk: Sieben Mal ´Big Bang´ in Burgkirchen (Bilder)

rw

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