Voraussichtlich ab Montag in Garching an der Alz

Ein Van mit Ufo-Aufbau: Was es damit auf sich hat

Das Straßennetz von Garching an der Alz soll umfassend saniert werden. Deswegen ist ein Hightech-Messfahrzeug in der Alzgemeinde unterwegs.
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Ein Van mit Ufo-Aufbau in Garching an der Alz: Was es damit auf sich hat

Garching an der Alz – Das Straßennetz der Alzgemeinde soll umfassend saniert werden. Dafür braucht es einen Plan. Um den zu erstellen, greift die Verwaltung zum „Adlerauge“.

Von Montag bis Freitag kreist das „Adlerauge“ über das Straßennetz der Gemeinde Garching an der Alz, nicht in der Luft sondern unten am Boden. Ein Hightech-Messfahrzeug wird (voraussichtlich) vom 29. Oktober bis 2. November auf den kommunalen Straßen unterwegs sein. Ausgestattet mit zehn Kameras und mehreren Sensoren erfasst dieses Messfahrzeug, das aussieht wie ein Van mit Ufo-Aufbau, die Straßenflächen. Gleichzeitig werden der Straßenraum und die Verkehrsanlagen aufgenommen.


„Das spart Zeit und Geld“

Zeit und Geld soll das „Adlerauge“ sparen. Klar: Bei rund 100 Kilometer an kommunalen Straßen in Garching an der Alz macht es Sinn, das –netz digital zu erfassen. „Künftig können die verantwortlichen Mitarbeiter (in der Verwaltung der Gemeinde) die Straßenerhaltung im Überblick planen und bei Bedarf jeden Straßenabschnitt direkt am Rechner in Augenschein nehmen“, heißt es dazu von der RIWA GmbH, die den Auftrag zusammen mit Subunternehmer eagle eye technologies GmbH ausführt: Durch die gewonnenen Daten „lässt sich dann ein objektives Straßensanierungsprogramm aufsetzen“.

Datenschutzerklärung

Das „Adlerauge“ der eagle eye technologies GmbH mit seinen vielen Kameras: Da können schon Bedenken aufgekommen wegen des Datenschutzes, Erinnerungen an das Google-Mobil aufkommen. Hier ist die Datenschutzerklärung im Wortlaut:


„Im Rahmen der Datenerfassung sind wir stets bemüht, so wenige wie möglich persönliche Bilddaten zu erfassen. Konkret versuchen wir in verkehrsarmen Zeiten zu fahren und spezielle Flächen mit geringem Personenaufkommen zu erfassen. Unsere Fahrzeuge sind mit entsprechendem Signal und als Vermessungsfahrzeuge gekennzeichnet. Eine Zuordnung persönlicher Daten zu den erfassten Bilddaten erfolgt in keinem Fall.

Das vorhandene Bildmaterial wird lediglich im Rahmen des Auftrages zur Erfassung kommunaler Infrastruktur verwendet. Datenmaterial, welches uns im Rahmen des Auftrages durch die kommunale Verwaltung zur Verfügung gestellt wird, wird nur im Rahmen des Auftrages verwertet und nach Vertragserfüllung werden diese Daten sofort und unwiderruflich gelöscht. Unsere Mitarbeiter und die von uns beauftragten Dienstleistungsunternehmen sind von uns zur Verschwiegenheit und zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen verpflichtet worden.“

Witterungsbedingte Verschiebung möglich

Der Einsatz von „Adlerauge“ soll nur wenige Tage dauern. Der Einsatz ist von Montag bis Freitag geplant. Er sei abhängig von der Witterung, weswegen es zu Verschiebungen kommen könne.

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