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Petitionen aus den Landkreisen Altötting und Mühldorf

Forderungen der Eltern werden lauter: „Schulen sofort wieder öffnen“

Viele Schüler müssen nach einem kurzen Intermezzo wieder daheim vor dem Laptop am Unterricht teilnehmen.
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Viele Schüler müssen nach einem kurzen Intermezzo wieder daheim vor dem Laptop am Unterricht teilnehmen. (Symbolbild)

Die Freude bei vielen Kindern war groß als sie vorherige Woche wieder in die Schule gehen durften. Doch da die Landkreise Altötting und Mühldorf am Wochenende wieder einen Inzidenzwert von über 100 aufweisen, heißt es wieder Distanzunterricht. Einigen Eltern geht das zu weit und fordern die sofortige Öffnung der Schulen. 

Landkreise Altötting/Mühldorf - Zwei Petitionen wurden vor kurzem gestartet und beide fordern die sofortige Öffnung der Schulen. Beide Initiatoren sind Mütter und stammen aus der Region: Sonja Weinberger aus Töging und Nina Pollok aus dem Landkreis Mühldorf.

Regionale Petitionen fordern sofortige Öffnung der Schulen

Das ewige Hin und Her wäre sehr belastend, sowohl für die Kinder als auch für die Eltern. „Es braucht in Zukunft wieder nur einen größeren Ausbruch und die Schulen müssen wieder schließen“, ärgert sich die 41-Jährige gegenüber innsalzach24.de. „Wir müssen lernen mit dem Virus zu leben“, so Weinberger weiter. So hat es auch Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), gefordert.

„Meinte Tochter besucht die zweite Klasse und ist einen Tag vor Schulbeginn um kurz vor Mitternacht aufgestanden, hat sich angezogen und wollte in die Schule gehen. So aufgeregt war sie“, so Weinberger. Wegen Ausbrüchen in zwei Betrieben müsse sie aber jetzt wieder daheim bleiben, obwohl in der Schule selbst nichts war. Für die zweifache Mutter aus Töging werde der Fokus zu sehr auf den Inzidenzwert gelegt.

Weinberger: „Verlieren kann ich nichts“

Sehr viele Eltern würden es ähnlich sehen, aber unternehmen wolle auch niemand etwas. „Deshalb habe ich die Petition – gerichtet an Altöttings Landrat Erwin Schneider - gestartet, um etwas dagegen zu machen. Verlieren kann ich nichts“, so die 41-Jährige. Seit Sonntag, 28. Februar, haben bereits mehr als 2.500 Leute die Petition von Weinberger unterstützt.

Sie selbst ist nur ein Mal die Woche arbeiten. Doch ihre Tochter würde sehr viel Betreuung an den Vormittagen benötigen. „Nicht etwa zum erklären, sondern weil sie ihre sozialen Kontakte benötigt. Sie möchte gerne über die Inhalte sprechen und braucht auch eine gewisse Bestätigung“, schildert die zweifache Mutter. Andere seien zudem alleinerziehend und wissen nicht, wie sie die Situation meistern sollen.

Die Welt einer alleinerziehenden Mutter aus Landkreis Mühldorf bricht zusammen

Eine davon ist Nina Pollak aus dem Landkreis Mühldorf. Auch sie hat eine Petition gestartet, die sich an den Bayerischen Staatsminister für Gesundheit und Pflege, Klaus Holetschek, richtet. „Schüler, Eltern und Lehrer sind am Ende ihrer Kräfte. Für mich als alleinerziehende Mama eines Erstklässlers bricht eine Welt zusammen“ so Pollak in einer Pressemitteilung. Ein Vollzeitjob und nebenbei Home-Schooling hätten ihr sämtliche Kräfte geraubt.

Die Schulen müssten sofort wieder geöffnet werden - dies zum Wohle der Kinder, deren Eltern und Lehrern. Die Enttäuschung der Kinder werde immer größer und es fehle an Motivation und Perspektive, ganz zu schweigen von sozialen Kontakten. „Die Öffnung von Schulen, Kitas und Kindergärten ist an einen Inzidenzwert gekoppelt, während dieser in anderen Bereichen wie etwa der Öffnung von Frisören, Baumärkten und Blumenläden keine Rolle spielt“, wundert sich Pollak.

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Kinder höchstes Gut - Hygienemaßnahmen werden eingehalten

Kinder seien das höchste Gut, die Zukunft des Landes und sollten an erster Stelle stehen. Frau Merkel habe mehrfach betont, dass Schulen, Kitas und Kindergärten als erstes geöffnet werden. „Nun sind sie die ersten, die aufgrund eines Inzidenzwerts wieder geschlossen werden. Wie kann das sein?“, fragt sich Pollak. Die Form des Distanzunterrichts könne einen Präsenzunterricht in keiner Weise ersetzen. So sei der Bildungsrückstand in bildungsarmen Familien nicht mehr aufholbar.

„Die Schulen sind äußerst darauf bedacht, sich an die strengen Hygienemaßnahmen zu halten, angefangen beim Maske tragen bis hin zum regelmäßigen Lüften und Abstand halten“, erläutert Pollak. Zusätzlich beruft sie sich auf eine Aussage von Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie und HIV-Forschung an der Medizinischen Fakultät Bonn. Demnach seien Kinder bis zwölf Jahre weniger häufig infiziert und von dieser Altersgruppe keine großen Ausbrüche auszugehen.

„Schulpflicht gilt nicht nur für Kinder. Dahinter birgt sich auch die Verpflichtung des Staates, den bestmöglichen Zugang zu Bildung zu gewährleisten. Daher fordern wir die sofortige Öffnung der Schulen unabhängig eines Inzidenzwerts!“, so Pollak abschließend.

jz/Pressemitteilung

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