Es geschah am 24. August

Nach "Feuer-Spektakel" über Burghausen: OMV gibt Statement ab

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  • Benjamin Schneider
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Burghausen - Einige Leser berichteten am Samstagabend, 24. August, gegenüber innsalzach24.de von meterhohen Flammen am Himmel über Burghausen. Jetzt hat auch OMV Deutschland ein Statement abgegeben.

Update, Dienstag, 3.September, 14.23 Uhr: Pressemitteilung OMV Deutschland

Die OMV befindet sich in der Anfahrphase der Raffinerieanlagen, die sich auf Grund der Reparaturarbeiten an einer Großmaschine im petrochemischen Teil bedauerlicherweise verlängert

Für viele Anlagen ist daher aktuell nur Teillastbetrieb möglich. Dies verursacht weiterhin Fackelbetrieb mit wechselnder Intensität, der voraussichtlich noch bis Ende nächster Woche andauern wird.

Die OMV ist bestrebt, die daraus resultierenden Störungen auf ein mögliches Minimum zu beschränken und bittet alle Anwohnerinnen und Anwohner um Entschuldigung für die Beeinträchtigungen, die ihnen durch

den länger anhaltenden Fackelbetrieb entstehen beziehungsweise bereits entstanden sind.

Pressemitteilung OMV Deutschland

Bilder: Feuerroter Himmel über Burghausen

Feuerroter Himmel über Landkreis Altötting

UPDATE, 12.57 Uhr - Fackeltätigkeit in Burghausen dauert weiter an

Nachdem am Wochenende eine große Flamme über einer Raffinerie in Burghausen vielerorts für Verwirrung sorgte, gab OMV Deutschland auf Nachfrage von innsalzach24.de bekannt, dass die Fackeltätigkeit noch bis Mitte nächster Woche andauern könnte. 

"Nach der technischen Störung vom Wochenende sind derzeit noch einige Anlagenteile außer Betrieb. Wir befinden uns jetzt bereits in der schrittweisen Wiederanfahrphase, bis Mitte kommender Woche werden sich alle Anlagen wieder im Normalbetrieb befinden", so das Unternehmen.

Deshalb sei mit einer kontinuierlichen Fackeltätigkeit in unterschiedlicher Intensität bis voraussichtlich Freitag, den 30.August zu rechnen. Bis circa Mitte der folgenden Woche sei zudem weiterhin "mit zeitweiligem Fackelbetrieb in abnehmender Intensität in der weiteren Anfahrphase einzelner Anlagenteile zu rechnen".

Auch heute erreichen uns noch Anfragen, wie beispielsweise aus Surtal im Chiemgau, rund 40km entfernt von Burghausen, die ein Flackern im Nachthimmel erkennen lassen

UPDATE, 13.10 Uhr - Pressemeldung von Betreiber der Raffinerie

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Am Samstag, den 24. August 2019, gegen 21 Uhr, kam es aufgrund einer technischen Störung der Kühlmaschinen in der Ethylen-Anlage der Raffinerie Burghausen zu Fackelbetrieb. Dies führte zu einer in der Nacht deutlich sichtbaren Fackel im Landkreis Altötting mit Lärmentwicklung. Behörden, Einsatzkräfte und umliegende Gemeinden wurden umgehend informiert.

Die OMV entschuldigt sich bei der Bevölkerung für Irritationen und Störungen aufgrund der Fackeltätigkeit. Die Fackel ist Teil der Sicherheitssysteme in der Raffinerie für ein kontrolliertes Abfahren der Anlagen und sorgt für die sichere Verbrennung überschüssiger Gasmengen aus den Anlagen. Es bestand zu keiner Zeit Gefahr für Mensch und Gesundheit. Mit Fackeltätigkeit in unterschiedlicher Intensität ist im Verlauf der Woche weiterhin zu rechnen.

Pressemeldung OMV

UPDATE, 12.25 Uhr - Pressemeldung der Feuerwehr

Ein besorgter Bürger vermeldete am Sonntag, 25. August, um etwa zwei Uhr nachts, von Geinberg aus Flammen und Rauch über Moosham sehen. Die Bezirkswarnstelle Ried ortete dies einem Metallverarbeitungsbetrieb in Moosham zu, wie die Feuerwehr Geinberg nun in einem Pressebericht auf ihrer Homepage mitteilte.

Unverzüglich rückten die Feuerwehren Moosham und Geinberg zum Einsatzort aus. Bei der Lageerkundung konnte beim besagten Betrieb kein Brand festgestellt werden. Es wurde auch noch die gesamte Ortschaft abgefahren, um einen Irrtum bei der Adresse auszuschließen.

Es wurde anschließend rasch vermutet, dass der Anrufer das kontrollierte "Abfackeln" von Gas in der Raffinerie Burghausen als Brand interpretiert hatte, da der helle Schein sich genau über Moosham befand. In jener Nacht war das "Abfackeln", was ein routinemäßiger Vorgang ist, wo überschüssige Gase kontrolliert verbrannt werden, wohl besonders gut zu erkennen.

Pressemeldung Feuerwehr Geinberg

UPDATE, 10.20 Uhr - Pressemeldung Polizei

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Ein heller Feuerschein im nördlichen Bereich von Burghausen beunruhigte nicht nur die Burghauser Bevölkerung. Die Telefone der Rettungsleitstelle in Traunstein, der Polizeieinsatzzentrale in Rosenheim und der umliegenden Polizeidienststellen liefen in der Nacht von Samstag auf Sonntag heiß. Besorgte Bürger erkundigten sich nach dem Feuerschein, befürchteten einen Waldbrand oder einen Unfall in einem der Werke. Sogar bis zur Landesleitzentrale der Polizei in Linz gelangten besorgte Bürger aus dem angrenzenden Österreich.

Schnell konnte das nächtliche Schauspiel aufgeklärt werden. Im Werk der OMV war eine Kühlanlage ausgefallen. In diesem Zusammenhang wurden über das Fackelsystem der OMV Betriebsstoffe kontrolliert abgebrannt. Dies ist notwendig, um Reparaturarbeiten in dem betroffenen Bereich gefahrlos durchführen zu können. Eine Gefahr für die Bewohner bestand zu keiner Zeit.

Pressemeldung Polizei Burghausen

UPDATE, Sonntag, 7.30 Uhr - Spektakel weithin zu sehen

In der Nacht haben die Redaktion von innsalzach24.de weitere Fotos von Lesern und Fotografen erreicht, die wir in der nachfolgenden Fotostrecke zusammengefasst haben. Das Spektakel war sogar in großer Entfernung noch deutlich zu erkennen, wie zum Beispiel die Aufnahme aus Heldenstein im Landkreis Mühldorf unterstreicht, die am frühen Sonntagmorgen gegen 5.45 Uhr angefertigt wurde. Heldenstein liegt gut 40 Kilometer Luftlinie von Burghausen entfernt.

Die Erstmeldung:

Diese Aufnahme entstand in Heldenstein, rund 40 Kilometer Luftlinie von Burghausen entfernt.

Unsere Redaktion erreichten Nachrichten von besorgten oder auch neugierigen Lesern aus dem Landkreis Altötting: Ein helles oranges Leuchten am Himmel über dem Landkreis Altötting - was steckt nur dahinter? 

Feuerroter Himmel über dem Landkreis Altötting

Auf Nachfrage von innsalzach24.de erklärte die Polizei Burghausen, dass auf dem Gelände einer Raffinerie mit einem Fackelsystem kontrolliert überschüssige Gase verbrannt werden. Der Vorgang ist an sich nicht ungewöhnlich, es gibt keinen Feuerwehreinsatz oder Notfall. Wegen der guten Sichtverhältnisse heute Abend ist das "Abfackeln" wohl besonders gut bzw. weit zu sehen, so die Polizei.

Dieses Bild wurde in Bodenkirchen aufgenommen.

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