Ehemaliger Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion besucht Impfzentrum Neuötting

Friedrich Merz über digitalen Impfpass: „Altöttinger Weg bemerkenswert“

CDU-Politiker Friedrich Merz machte sich mit einer Delegation persönlich ein Bild vom digitalen Impfpass, mit dem der Landkreis Altötting bundesweiter Vorreiter ist.
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CDU-Politiker Friedrich Merz machte sich mit einer Delegation persönlich ein Bild vom digitalen Impfpass: „

Am Samstag, den 27. März, war Friedrich Merz, ehemaliger Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, mit einer Delegation zu Besuch im Neuöttinger Impfzentrum. Dabei hat sich der CDU-Politiker besonders über den digitalen Impfpass informiert, mit dem der Landkreis Altötting bundesweiter Vorreiter ist.

Altötting - Vor elf Tagen hat Friedrich Merz einen Fernsehbeitrag über den digitalen Impfpass im Landkreis Altötting gesehen. Daraufhin war seine Neugierde geweckt und der Kontakt über Staatssekretär Stephan Mayer (CSU) schnell hergestellt. „Friedrich Merz hat unseren Impfpass in Augenschein genommen. Ob das was gescheites ist, hat er mir noch nicht verraten“, eröffnete Landrat Erwin Schneider (CSU) die kurze Presserunde im Impfzentrum Neuötting.

CDU-Politiker Friedrich Merz wegen digitalem Impfpass zu Gast im Landkreis Altötting

„Der Altöttinger Weg ist sehr bemerkenswert. Der Landkreis hat den Impfpass auf Eigeninitiative umgesetzt“, lobte Merz, der sich über die Besichtigung des Impfzentrums freute. Mit dabei waren aus dem Hochsauerlandkreis auch Martin Bracht, Mitglied des Kreistags und Vorsitzender Ausschuss Gesundheit und Soziales, sowie Hiltrud Schmidt, stellvertretende Kreisvorsitzende. „Wir haben bei uns noch kein System integriert und könnten uns einen ähnlichen Weg vorstellen“, so Merz.

Mit der umsetzenden Firma UBirch aus Köln habe er ebenfalls schon Kontakt aufgenommen. Innerhalb einer Woche wäre diese Lösung umsetzbar. Auch die Stadt Köln überlegt wohl, einen digitalen Impfpass einzuführen. Auf Initiative vom Landkreis Altötting, dem Hochsauerlandkreis und der Stadt Köln könnte dieser Weg eine mögliche Lösung für ganz Europa werden. „Von Altötting bis Europa brauchen wir ein System“, erklärt Merz.

Haben sich über den digitalen Impfpass im Landkreis Altötting ausgetauscht: v.l.n.r.: Landrat Erwin Schneider, Staatssekretär Stephan Mayer, Friedrich Merz, Martin Bracht und Hiltrud Schmidt.

Privilegien für Geimpfte besser umsetzbar

Man müsse jederzeit feststellen können, ob jemand bereits geimpft ist. Denn dann könnten die Vorteile für diese besser umgesetzt werden. „Alle Geimpften könnten damit ihre Grundrechte zurückbekommen. Wir sprechen hier auch von Restaurantbesuchen oder dem Gang in ein Fußballstadion“, glaubt Merz.

Zwei Punkte zum Impfpass haben den CDU-Politiker besonders interessiert. „Die Daten auf dem Impfpass müssten digitalisierbar sein. Das ist mit dem QR-Code auf der Rückseite gegeben. Aber auch in das nationale System kann dieser integriert werden“, zeigt sich Merz sehr angetan.

Debatte um europäischen Impfpass hat gerade erst begonnen

Wie ein europäischer Impfpass in Zukunft aussehen wird, sei aber bislang nicht klar. „Die Debatte hat gerade erst begonnen. Offen ist dabei auch, welche Vorteile Geimpfte erhalten könnten. Aus deutscher Sicht begrüßen wir aber eine solche Lösung“, so Mayer. Für Merz sei es aber ein Vorteil, dass UBirch zusammen mit IBM das deutsche Mandat für einen digitalen Impfpass gewonnen haben.

Ob es einen digitalen Impfpass nach dem Vorbild Altötting auch bald im Hochsauerlandkreis gibt, konnte Merz und seine Delegation noch nicht beantworten. Bracht und Schmidt gaben zu Bedenken, dass ihr Landkreis wesentlich größer sei und die Wege deutlich länger. Mit 260.000 Einwohnern wären die Kosten daher wesentlich höher. Zudem werde bald auch in den Hausarztpraxen geimpft. Dennoch: „Es könnte ein Thema werden. Das muss aber auf Kreisebene entschieden werden“, so Merz.

jz

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