Inzidenz wieder über 100er-Grenze

Corona-Zahlen im Landkreis Altötting: Die „Hotspots“ und die „weißen Flecken“ 

Mit einem Inzidenzwert von 108,5 liegt der Kreis Altötting aktuell wieder über der magischen Grenze. Die Infektionen verteilen sich momentan relativ gleichmäßig über das ganze Gebiet. Dennoch gibt es kleinere Hotspots und sogar drei coronafreie Gemeinden. 

Landkreis Altötting - Jeder Sechste im Landkreis, der derzeit als Corona-positiv gilt, wohnt in Burgkirchen an der Alz. Für die Gemeinde wurden, Stand 22. März, 37 aktuell Infizierte gemeldet - im ganzen Landkreis Altötting sind es 224 Menschen. Insgesamt stieg die Zahl der Gesamtinfektionen an diesem Stichtag auf 4.342 Fälle.

Die „Hotspots“ im Landkreis Altötting: Burgkirchen Spitzenreiter

Dicht hinter Burgkirchen folgen die Städte Burghausen (34) und Altötting (28). Auch vor zwei Wochen waren diese drei Kommunen laut der Meldung vom Landratsamt Altötting auf dem Podest. Burghausen zählte damals 31, Altötting 30 und Burgkirchen 29. Außerdem gibt es momentan drei Orte im Landkreis Altötting, die keinen positiv getesteten Bürger im Ort wohnhaft haben: Kirchweidach, Erlbach und Haiming. Die beiden letztgenannten waren neben Feichten, Perach und Reischach vor 14 Tagen schon „coronafrei“.

Die Anzahl der aktuell Corona-Infizierten in den einzelnen Kommunen im Landkreis Altötting (Stand 22. Dezember).

Setzt man die absoluten Zahlen ins Verhältnis zur Einwohnerzahl hat aber eine andere Gemeinde den „Spitzenplatz“. Bei den rund 1.000 Einwohnern aus Halsbach machen die sieben aktuell Corona-Infizierten 0,67 Prozent der Bevölkerung aus. Dahinter folgen Pleiskirchen mit 0,53 Prozent und Tyrlaching mit nur 0,38 Prozent. Alle drei Gemeinden sind verhältnismäßig klein und eine geringe Anzahl an Neuinfektion hat hier eine deutlich größere Auswirkung. Burgkirchen liegt hier trotz der meisten Fälle mit 0,35 Prozent hinter diesem Trio.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

Altötting wieder über 100er Inzidenz

Am Montag, 22. März wurde in den vergangenen sieben Tage erstmals die 100er Grenze bei der Inzidenz überschritten. Am Tag darauf lag der Kreis wieder darunter, ehe sie am Mittwoch wieder auf 108,5 stieg. Die „Corona-Notbremse“ wird aber erst nach drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 gezogen. Heißt: Sinkt die in den nächsten zwei Tagen wieder erneut unter 100, bleiben die gelockerten Regelungen im Einzelhandel und in der Kontaktbeschränkung bestehen.

Auf dieser Grafik sieht man die Entwicklung der Inzidenz im Landkreis Altötting.

Die Situation in den Kliniken im Landkreis Altötting stellt sich Stand 24. März wie folgt dar. Drei Corona-Patienten liegen im Altöttinger Krankenhaus auf der Intensivstation, alle müssen invasiv beatmet werden. Hinzu kommen vier weitere Patienten, die stationär behandelt werden müssen. In Burghausen liegt die Anzahl der Corona-Patienten bei zehn Personen. 193 Personen sind an oder mit der Erkrankung verstorben (Stand 23. März).

jz

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich

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