Zahlen der aktuell Infizierten je Gemeinde

Corona im Kreis Altötting: Die Unterschiede zwischen den einzelnen Kommunen

Landkreis Altötting - Innerhalb einer Woche hat sich der Inzidenzwert im Landkreis in etwa verdoppelt, nun liegt man laut RKI bei 242. Welche Orte sind derzeit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen und wo ist die Lage ruhig?

Auch wenn sich das Corona-Infektionsgeschehen derzeit relativ gleichmäßig über den Landkreis Altötting verteilt, gibt es doch einige Auffälligkeiten, wenn man die Zahlen der einzelnen Städte und Gemeinden miteinander vergleicht. Betrachtet man die absoluten Zahlen sticht die Stadt Altötting mit aktuell 60 Infizierten heraus. Mit großem Abstand folgt Burghausen mit 34 aktuell Corona-positiv getesteten Personen (Stand 10. November).


Corona-Zahlen im Kreis Altötting für jede Kommune

Setzt man die absoluten Zahlen aber ins Verhältnis zur Einwohnerzahl hat Unterneukirchen momentan den „Spitzenplatz“. Auf die 3280 Einwohner kommen 27 aktuell Corona-Infizierte - das entspricht 0,8 Prozent der dortigen Bevölkerung. Mit 0,5 Prozent folgen Altötting (60 Infizierte), Erlbach (6), Tüßling (17) und Tyrlaching (5). Die Städte sind also verhältnismäßig nicht stärker betroffen, als kleine Gemeinden am Land. Beispiel Burghausen: Dort liegt der Prozentsatz der aktuell Infizierten bei gerade mal 0,2 Prozent.


Die Verteilung der aktuell Corona-Infizierten auf die einzelnen Kommunen im Landkreis Altötting (Stand 10. November).

Der einzige Ort im Landkreis Altötting, der derzeit keinen Corona-Fall zu vermelden hat ist Halsbach. In Feichten und Stammham ist es jeweils nur einer. Dass sich das Infektionsgeschehen im Landkreis Altötting also recht gleichmäßig verteilt, zeigt ein Blick in die NachbarlandkreiseIm Berchtesgadener Land stach Ende Oktober beispielsweise Ramsau mit 2,7 Prozent aktiv Corona-Infizierten heraus, im Landkreis Mühldorf hoben sich Taufkirchen und Kraiburg mit 1,5 Prozent ab. Auch im Landkreis Traunstein ist das Infektionsgeschehen recht gleichmäßig verteilt.

Gemeindezahlen sagen nichts über Ansteckungsgefahr vor Ort aus

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

Aktuell gibt es im Landkreis Altötting 286 aktive Covid-19-Fälle. Corona-Patienten aus dem Landkreis Altötting werden im Mühldorfer Klinikum versorgt. Dort sind momentan sechs Covid-19-Fälle auf der Intensivstation, fünf von ihnen müssen auch invasiv beatmet werden. Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis Altötting 1274 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. 931 sind davon wieder genesen, 57 Personen sind an oder mit der Erkrankung verstorben.

xe

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