Eine wichtige Einrichtung in Burgkirchen

Bombenentschärfung statt Eisdisco: Das ist aus der Keltenhalle geworden

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Bombenentschärfung statt Eisdisco: Das ist aus der Keltenhalle geworden
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Ob Eisdisco oder –hockey: Es war scho scheee damals, als die Keltenhalle noch Eishalle war. Die ersten wackligen Schritte auf Kufen beim Anbandeln mit der großen Jugendliebe auf dem Eis, das Mitfiebern mit der Mannschaft, während der Puck über das Eis ins hoffentlich richtige Tor flitzt: All das ist vorbei. Die Keltenhalle ist jetzt „Feuerwehr Ausbildungs- und Kompetenzzentrum“ der InfraServ.

Schluss mit der Gefühsduselei!

Das „Feuerwehr Ausbildungs- und Kompetenzzentrum“ der InfraServ in der ehemaligen Keltenhalle erfreut sich auch großer Beliebtheit. Gut, man kann nicht mehr regelmäßig einfach mal so reinschauen aber dafür gab es am Wochenende einen „Tag der offenen Tür“. 1200 Besucher waren dabei. innsalzach24.de hatte bereits im November 2016 exklusiv schon mal einen ersten Blick erhaschen dürfen.

Burgkirchen: Viertes Ausbildungszentrum für Feuerwehren in Bayern 1

Burgkirchen: Viertes Ausbildungszentrum für Feuerwehren in Bayern 2

Tieftaucher, Rettungsspinne und die Isolierung einer Chlorbombe

Wo früher Schlittschuhfahrer ihre Runden drehten, retteten die Freiwillige Feuerwehr Burgkirchen gemeinsam mit dem THW zwei Bewohner aus einem brennenden Wohnhaus und die Werkfeuerwehr Gendorf isolierte eine undichte Chlorbombe mithilfe von Spezialgeräten“, berichtet die InfraServ in der entsprechenden Pressemitteilung über den ´Tag der offenen Tür´. „Ein Mitarbeiter des THW stieg in Tieftauchermontur in ein Wasser Becken und demonstrierte anschaulich, wie Objekte unter Wasser gehoben werden können.“

  • 30 Spezialfahrzeuge aus nächster Nähe bestaunen, 
  • anhand von historischen Feuerwehrfahrzeugen die Entwicklung sehen, 
  • anhand von Spezialpuppen zu Übungszwecken erleben, wie moderne Ausbildung von Rettungskräften funktioniert

Ein Tag voller spannender Informationen. So lässt es sich wohl am besten zusammenfassen. Das alles findet hier nämlich statt.

Hier trainieren Feuerwehren den Ernstfall.

Die Anforderungen steigen!

Von dem Ausbildungs- und Kompetenzzentrum profitieren alle in der Region – die Bürger, haupt- und ehrenamtliche Feuerwehren und auch der Chemiepark selbst“, betonte Bernhard Langhammer, Geschäftsführer der InfraServ Gendorf, zur Begrüßung. Durch immer komplexer werdende Einsätze würden die Anforderungen sowohl an haupt- als auch an ehrenamtlich tätige Mitarbeiter steigen: „Mit unserem Ausbildungs- und Kompetenzzentrum setzen sich die Werkfeuerwehr der ISG und die Bildungsakademie an vorderster Front für eine hohe Qualität in der Aus- und Weiterbildung ein.“

Die Ausbildungslücke ist geschlossen!

Von einem „Glücksfall“ und durchweg „positiven Resonanzen der Lehrgangsteilnehmer“ sprach Kreisbrandrat Werner Huber. Für die Freiwilligen Feuerwehren hätten die Lehrgänge, die seit 2016 stattfinden, gleich mehrere Vorteile

  • „Die Anfahrtswege sind kurz, 
  • sie finden berufsbegleitend statt 
  • und schließen einen Versorgungsengpass der überlasteten staatlichen Ausbildungszentren. 

Wir bekommen nur ein Drittel aller benötigten Weiterbildungen an staatlichen Einrichtungen zugewiesen. Hier schließt das Ausbildungszentrum eine Lücke.“

Martin Siebert, der Leiter der Werkfeuerwehr hob zudem hervor, dass der Unterricht in kleinen Gruppen stattfindet, man kurzfristig auf aktuelle Themen reagieren könne, die Kurse von hauptberuflichen, praxiserprobten Ausbildern durchgeführt werden und die externen Kursteilnehmer von der Fachkompetenz der Werkfeuerwehr profitierten.

Das ist eine sinnvolle Neugestaltung!

Wie innsalzach24.de bereits berichtete, plant die Gemeinde Burgkirchen im Ortszentrum ein Hotel zu errichten. Dieses soll auch Ausbildungsteilnehmer des "Feuerwehr Ausbildungs- und Kompetenzzentrums" beherbergen. Das berichtete der Erste Bürgermeister Johann Krichenbauer in seinen Grußworten. Er zeigte sich zudem erfreut über die sinnvolle Neubestimmung der traditionsreichen Halle.

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Der Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch findet: Der Freistaat sollte diese hervorragende Einrichtung nutzen.

So proben die Profis: Großübung im Werk Gendorf.

Burgkirchen wird sich verändern: Ein Teil wird das Hotel im Ortszentrum sein.

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