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Leser-Umfrage Teil Zwei: Essen, Trinken, Ausgehen in der Alzgemeinde

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Das Bürgerzentrum in Burgkirchen an der Alz (Archiv)
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Burgkirchen an der Alz - Die Umfrage unter den Leserinnen und Lesern von innsalzach24 zur Lebensqualität in der Alzgemeinde zeigt ein interessantes Stimmungsbild. Bürgermeister Johann Krichenbauer hat ausführlich dazu Stellung genommen. Hier ist Teil Zwei seiner Ausführungen

Etwas mehr als 10.000 Menschen leben in Burgkirchen und wie das halt so ist: Jeder hat seine eigenen Vorstellungen von „Ja, das passt“ und „Nein, das muss besser werden“. Bei der Leser-Umfrage zu Burgkirchen fällt auf: Auf beiden Seiten der Medaille geht es um allgemeine und oft auch über die Ortsgrenzen hinaus bekannte Themen.

Das Rathaus in Burgkirchen an der Alz (Archiv)

Die „Work-Life-Balance“ in Burgkirchen

Bei so einem Stimmungsbild geht es in Summe um das große Ganze, das ja bekanntlich mehr ist, als die Summe seiner Teile. Bereits in Teil Eins zur Leser-Umfrage zu Burgkirchen kam viel Positives heraus. Freilich war auch viel Negatives dabei. Beispiel:

  • Das kinderfreundliche Freibad ist supi!
  • Kein Eislaufen mehr in der Eishalle ist so gar nicht supi!

Beides ist verschiedenen Faktoren unterworfen. Geht es wie hier um Einrichtungen der Gemeinde, geht es immer auch ums Geld.

„Aus der Region für die Region“ vs. Masse statt Klasse

Ein Punkt, bei dem es auch ums Geld geht, ist die örtliche Nahversorgung mit Lebensmitteln. Burgkirchen hat 

  • einen EDEKA in der Ortsmitte, 
  • einen Penny in Gendorf und dort auch einen Getränkemarkt, 
  • einen Netto in Hecketstall 
  • und ab Mitte Dezember auch einen Aldi und einen Rewe (wieder in Gendorf). 

Dazu gibt es den Bauernmarkt, der sich nicht nur laut Leserumfrage großer Beliebtheit erfreut. Johann Krichenbauer sagt dazu: „Aus der Region für die Region“.

Eine Installation am Kreisel vor dem Ofnerberg kündigte den 5. Burgkirchner Bauernherbst am 1. Oktober an.

Sich in punkto Ernährung zu unterhalten und darüber, wer sich einen Einkauf auf dem Markt leisten kann, ist immer schwierig. Klar: Der Salatkopf auf dem Bauernmarkt kostet mehr als der im Supermarkt oder Discounter. Auch klar: Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten oder auch nicht.

Im medizinischen Sinne von der Redaktion zwar nicht nachgeprüft, lässt sich aber in Punkto Ernährung aus dem Supermarkt oder Discounter wohl eines festhalten: So lange, wie auch mal was Gesundes dabei ist, ist alles gut. Burgkirchen bietet neben Supermärkten und Discountern jedenfalls auch einen Markt mit frischen Lebensmitteln aus der Region. Letztendlich kommt es auf jeden selber an, wo er was und wie viel davon kauft um was daraus zu machen – ernährungs-technisch gesprochen.

Nahversorgungsproblem in Holzen

Was vermissen doch viele Holzener immer noch den EDEKA direkt vor Ort in der Wendelsteinstraße. „Da hat es alles gegeben“, sagt ein Anwohner auf Nachfrage von innsalzach24.de. Er selbst habe keine Probleme zu den Supermärkten und Discountern mit dem Auto zu fahren, sagt er, aber er habe durchaus Mitgefühl mit den vielen alten Menschen, die hier wohnen. „Wo kaufen die ein?“

Der ehemalige EDEKA in Holzen steht leer.

Ein Problem das Bürgermeister Johann Krichenbauer nach eigenen Angaben durchaus bekannt ist. So richtig schlüssig scheint es nicht zu sein, warum der Supermarkt in Holzen vor ein paar Jahren geschlossen wurde. „Das Geschäft würde doch gut laufen“, möchte man meinen.

Johann Krichenbauer meint, dass die großen Ketten nur noch in die Zentren oder Hauptdurchfahrtsstraßen gehen wollen. Dorthin also, wo möglichst viele regelmäßig dran vorbeikommen. Das ist auf der einen Seite verständlich. Auf der anderen wird es in einem Gebiet wie Holzen aber wieder ad absurdum geführt denn auch hier kommen viele Menschen regelmäßig dran vorbei.

An dieser Stelle kommen viele Holzener regelmäßig vorbei.

Es ist wie es ist“, sagt man und das wird wohl zum Thema Supermarkt im Ortsteil Holzen auch so bleiben. Dass sich gar nix tut, ist so aber nicht ganz korrekt. Am Mittwoch hat in der Wendelsteinstraße ein Backshop eröffnet. 

Am Mittwoch hat unter den Arkaden in der Wendelsteinstraße ein Backshop mit Café eröffnet.

Passanten berichteten kurz nach 16 Uhr zwar, dass die Öffnungszeiten unüberlegt gewählt seien. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Laden bereits geschlossen. Dennoch sei man froh und eben solchen Mutes für den Inhaber des Backshops, dass in Holzen wieder was voran geht in punkto Nahversorgung und das hoffentlich auch so bleibt.

So sieht es im neuen Backshop in der Wendelsteinstraße in Holzen aus. 

Apropos Essen

Burgkirchen an der Alz ist – auf die Fläche gesehen – groß und weit verzweigt. Hier kann man laut Leser-Umfrage vielfach gut Essen und Trinken. Gemeint sind Lokale wie etwa der Mexikaner im Bürgerzentrum oder die gut bürgerliche Küche in Margarethenberg oder Pirach. An Speiselokalen mangelt es nicht in der Alzgemeinde. Die innsalzach24.de Leserinnen und Leser schätzen das.

Was tun, wenn man mal raus will aus der Bude? Richtig: Man geht mal lecker essen oder man sucht Unterhaltung in einem Nachtlokal. Da hapert es noch in Burgkirchen. Zumindest zeigt das die Leser-Umfrage.

An dieser Stelle hapert es auch bei der Stellungnahme von Erstem Bürgermeister Johann Krichenbauer. Das hat allerdings einen Grund: Genau wie bei der Nahversorgung in Holzen darf und kann eine Kommune keine Wirtschaftsförderung betreiben, jedenfalls nicht, wenn ihr die Räumichkeiten nicht gehören. Die Pacht muss bezahlt werden, etc. pp. und freilich auch die angestellten müssen bezahlt werden. Kein Spielraum, hier irgendwie einzugreifen. Damit bleibt das Nachtleben mit Bars und Kneipen oder gar einer Disco eine Sache von Angebot und Nachfrage und unter verschiedenen Vertragspartnern zu verhandeln, wovon aber keiner die Kommune ist.

So geht es weiter:

Dass in Burgkirchen an der Alz so gar nix los wäre abends stimmt natürlich nicht. Da gibt es immer noch die vielen unterschiedlichen Veranstaltungen im Bürgerzentrum. Dazu und mehr noch lesen Sie im dritten und letzten Teil zur Leser-Umfrage zur Alzgemeinde.

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