Mit Herz und Hirn am Chemiestandort "gedoktort"

Während das Kraftwerk läuft: ISG nimmt neue Leitstelle in Betrieb

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"Die neue Messwarte des Kraftwerks ist nicht nur optisch ein „Schmuckstück“, sondern auch mit modernster Steuer- und Regelungstechnik ausgestattet. Von den zentralen Leitständen haben die Anlagenfahrer alles im Blick." (ISG)
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Burgkirchen - Während das Kraftwerk lief, hat die InfraServ Gendorf in Burgkirchen die dazugehörige neue Leitstelle offenbar erfolgreich in Betrieb genommen.

Maximale Effizienz bei minimaler Emission.“ Mit diesem Leitgedanken war die InfraServ Gendorf (ISG) vor rund drei Jahren in ein Mammutprojekt gestartet: Das Kraftwerk sollte auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Im Chemiepark Gendorf bisher nie dagewesene 30 Millionen Euro werde diese Investition am Ende gekostet haben, so die ISG im Dezember letzten Jahres. Nach Monaten der Planung und Vorbereitung stand eine „Operation am offenen Herzen“ an: Die neue Turbine musste bei laufendem Betrieb in das System integriert werden. Jetzt ist die ISG einen Schritt weiter: Die Schaltzentrale, also das „Hirn“ des runderneuerten Kraftwerks, ist laut Pressemeldung erfolgreich in Betrieb gegangen.

Aus dem Archiv:

InfraServ Gendorf: "Wir operieren am offenen Herzen"

Hintergrund:

Die Industriebetriebe im Chemiepark Gendorf brauchen 

  • Strom
  • Dampf
  • Sauerstoff 
  • und Druckluft

und alles zusammen aber bitte zu rentablen Preisen. Um diese Anforderungen nachhaltig auch in Zukunft erfüllen zu können und die dabei eingesetzte Energie maximal zu nutzen, die Emissionen aber so niedrig wie möglich zu halten, hatte sich die ISG dazu entschlossen: Alles neu.

Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:

  • Neuanschaffung einer modernen Gasturbine 
  • Modernisierung des Abhitzekessels 
  • Installation einer neuen Dampfturbine 
  • Bau einer neuen Messwarte/Leitstelle

Folgerichtig fehlte nur noch die Inbetriebnahme der neuen Messwarte/Leitstelle

„Alle Abläufe mussten dazu perfekt ineinander übergreifen.“ (Christoph Asenkerschbaumer/ISG)

Die neue Messwarte ist mit modernster Steuer- und Regelungstechnik ausgestattet. Dafür haben die einzelnen Geschäftsbereiche der InfraServ Gendorf Hand in Hand gearbeitet: Das Bauprojektmanagement wurde intern ausgeführt. Engineering und InfraServ Gendorf Technik setzten zusammen die Planung und Installation der Prozessleittechnik um. Die Experten der Ver- und Entsorgung sorgten dafür, dass über die neue Messwarte das Kraftwerk und die Wasserentnahme optimal gesteuert werden. 

Die Übernahme der Kontrolle von der alten zur neuen Steuerungszentrale geschah im laufenden Betrieb, um die laufende Produktion im Chemiepark GENDORF nicht zu beeinträchtigen. Daher blieb dafür nur ein enges Zeitfenster: „Alle Abläufe mussten dazu perfekt ineinander übergreifen. Wir sind parallel umgezogen und haben die Anlagenfahrer in den neuen Prozessen geschult, während gleichzeitig die Technik verbaut und getestet wurde“, erläutert Christoph Asenkerschbaumer, der als Projektleiter der Ver- und Entsorgung für den Neubau der Messwarte zuständig war.“ (Pressemeldung ISG)

„Das Material, aus dem die Rohre bestehen, ist hochtemperaturfest“ (Albert Schauer/Kraftwerksleiter)

Auch bei der Ausstattung wurden die Beschäftigten mit einbezogen und konnten so Anregungen und Ideen für ihren neuen Arbeitsplatz einbringen. Neben den baulichen Verbesserungen wie mehr Platz, mehr Licht und modernen Sozialräumen profitieren auch abteilungsfremde Mitarbeiter, die im Kraftwerk tätig sind: die Anmeldung in der Messwarte befindet sich im Gegensatz zu vorher nun außerhalb der Anlagen, was noch einmal für ein Stück mehr Sicherheit sorgt. Eine kontinuierliche Überwachung ist unerlässlich, da das Hochdruckdampfrohrleitungsnetz, das im Kraftwerk den Dampf zur Stromerzeugung vom Abhitzekessel zur Dampfturbine und anschließend als Heiz- und Prozessdampf für die Produktionsbetriebe im Chemiepark zur Verfügung gestellt wird unter extremer Belastung, steht: „Das Material, aus dem die Rohre bestehen, ist hochtemperaturfest, um dem hohen Druck und Temperaturen um die 500°C standzuhalten“, erläutert Albert Schauer, Leiter des Kraftwerks.“ (Pressemeldung ISG)

Wasserversorgung aus der Alz

Zugleich werde in die neue Messwarte nun auch die Steuerung der Wasserentnahme aus der Alz integriert, so die ISG. „Diese Wassermengen werden (der Alzt) zu Kühlzwecken entnommen.“ Ebenfalls neu gebaute Ausleitbauwerke würden für ausreichende Rückhalte- und Überprüfmöglichkeiten sorgen, um eine saubere Qualität des Wassers garantieren zu können. „Mit dem Neubau der Messwarte hat das Kraftwerk ein modernes Aushängeschild bekommen, das alle Anforderungen an ein innovatives Arbeitsumfeld erfüllt. So kann der Chemiepark GENDORF auch in Zukunft nachhaltig mit Energie und Medien versorgt werden“, betont Karsten Groß, Leiter des Geschäftsbereichs Ver- und Entsorgung.

Pressemeldung ISG/rw

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