Problem mit der Vernunft in Burgkirchen an der Alz

Sauberkeit im öffentlichen Raum: Warum 122 Abfalleimer nicht reichen

+
  • schließen

Burgkirchen an der Alz – Für die Sauberkeit im öffentlichen Raum zahlt die Gemeinde jedes Jahr viel Geld. Ein offenbar stetig wachsender Teil davon könnte eingespart werden. Das aber scheint mit der Zeit immer schwieriger geworden zu sein.

Sie ist nicht gut für die Umwelt und sie schadet der Sauberkeit im öffentlichen Raum. Außerdem kostet sie viel Geld. Die Rede ist von der Achtlosigkeit, wie Menschen im öffentlichen Raum ihren Müll hinterlassen. Von der Zigarettenkippe bis zum Verpackungsmüll: „Irgendeiner wird’s schon wegräumen“. Eine Unsitte, die immer mehr Burgkirchner Bürgerinnen und Bürgern stinkt. Das teilte die Gemeinde jüngst mit.

Besorgniserregender Umweltgedanke

Lesen Sie auch: Vermüllung rund um den Jugendtreff in Burgkirchen an der Alz.

Immer öfter komme es vor, dass sich engagierte Burgkirchnerinnen und Burgkirchner im Rathaus darüber beklagen, „dass der Umweltgedanke mancher Mitbürger besorgniserregend sei“. Alles, was gerade nicht mehr gebraucht wird, werde gedankenlos weggeworfen. Das Problem dabei: Das Zeug landet nicht in einem der insgesamt 122 Abfalleimer, die im Gemeindegebiet aufgestellt sind, sondern auf dem Boden.

„Irgendjemand wird’s schon wegräumen“

Für die Sauberkeit im öffentlichen Raum zuständig ist der Bauhof. Auch dort habe man eine starke Zunahme an umher liegenden Müll auf öffentlichen Flächen festgestellt, so Alexander Olbort, Geschäftsleiter der Gemeinde Burgkirchen auf Nachfrage von innsalzach24.de. Die Mehrarbeit zusätzlich zur regelmäßigen Leerung der 122 Abfalleimer werde so nicht erfasst und sei deshalb konkret nicht zu beziffern. Fest steht: Geld, das gespart werden könnte.

Appell an die Vernunft

Wir möchten daher (…) einen Aufruf starten, dass wir alle wieder mehr auf Sauberkeit im öffentlichen Raum achten.“ Damit appelliert die Gemeinde an die Vernunft derer, die da offenbar meinen, irgendjemand räumt es schon weg. „Es wird darum gebeten, den eigenen Müll entweder mit nach Hause mitzunehmen und über die Mülltonne oder (eben) über einen der (122) öffentlichen Abfalleimer zu entsorgen.“ 

Es geht auch anders

Über die Verordnung zur Reinhaltung und Reinigung von öffentlichen Straßen kann die Gemeinde auch Bußgelder verhängen. Das betrifft alle Bereiche von gewidmeten Wegen und Straßen. Alles darüber hinaus, also beispielsweise im Wald, regelt das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Von 5 Euro bis 100.000 Euro reicht hier der Bußgeldkatalog. Darüber hinaus ist bei bestimmten Vergehen der Straftatbestand gegeben.

rw

Zurück zur Übersicht: Landkreis Altötting

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT