2202+1 Stimmen zu Burgkirchen

Leser-Umfrage: Das sagt der Bürgermeister zu "Plus" und "Minus" (Teil Eins)

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Burgkirchen an der Alz - Schon so einiges geschafft aber noch viel zu tun. So lässt sich wohl zusammenfassen, was Johann Krichenbauer, Erster Bürgermeister der Alzgemeinde, zu den Ergebnissen der Leserumfrage über die Lebensqualität in Burgkirchen zu sagen hat. Das Gesamtpaket "Leben in der Alzgemeinde" sei stimmig.

Freilich sei nicht alles super und wunderbar aber das Gesamtpaket „Leben in der Alzgemeinde“ sei stimmig. Überhaupt sei die Außenwahrnehmung der Gemeinde besser als die der Burgkirchnerinnen und Burgkirchner selbst. Klar: Wer hier lebt kriegt auch mehr mit.

"Nachvollziehbares Stimmungsbild"

innsalzach24.de wollte von den Leserinnen und Lesern wissen, was gut ist in und/oder an Burgkirchen und was nicht. Logo: Das ist keine repräsentative oder gar wissenschaftlich erstellte Umfrage aber die Ergebnisse zeigen doch ein deutliches Stimmungsbild. Das findet auch Johann Krichenbauer. Die verschiedenen Themen sind natürlich bekannt,

„Das schönste Freibad im Landkreis Altötting“

Letztendlich ist es wurscht, wer das Freibad in Burgkirchen tatsächlich betreibt. Die Umfrage zeigt, dass es sich größter Beliebtheit erfreut. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, da stand das Freibad fast vor dem Aus. Der Grund: Die Personalkosten. Es ist ein Freibad. Was also tun mit ausgebildeten Fachkräften im Winter? Die Bäder Burghausen sprangen ein und auch die VR Bank gab was dazu und siehe da: 2017 fuhr das Burgkirchner Freibad mit mehr als 100.000 Besuchern einen neuen -rekord ein.

Das Freibad Burgkirchen fuhr 2017 einen neuen Besucherrekord ein. Mehr als 100.000 kamen dieses Jahr.

Ganz besonders gefällt den Teilnehmern der Umfrage von innsalzach24.de, dass es sehr kinderfreundlich ist. Zur neuen Badesaison 2017 wurde das Kinderbecken komplett überholt und ist offenbar Publikumsmagnet für junge Familien. Kosten, welche die Gemeinde trägt, denn das Freibad gehört ihr. Sie ist es auch, welche die Defizite aus dem Betrieb übernimmt. Rund 280.000 Euro sind es laut Krichenbauer jährlich. Dass ein Freibad eine defizitäre Angelegenheit ist, sei aber nicht nur ein Problem in Burgkirchen.

„Ein, das Ortsbild prägendes Bauwerk“

Die Keltenhalle: Von der Eisdisco bis zum –hockey. Satte 40,7 Prozent der abgegeben Stimmen auf der „Find ich nicht gut“-Seite kritisieren, dass die Keltenhalle keine Eishalle mehr ist. Noch so ein Punkt, wo es ums Geld geht. „Ohne Moos nix los“, sagt man. In den Jahren der Finanzkrise war es laut Krichenbauer einfach nicht mehr möglich, die Keltenhalle weiter zu betreiben. Zu gerne hätte er gesehen, dass der Landkreis finanziell einspringt, so der Bürgermeister aber, daraus wurde nichts. Stattdessen stand sogar ein Abriss zur Debatte.

Archivaufnahme: Fast wäre die Keltenhalle abgerissen worden.

Schließlich hat die InfraServ GmbH dieses „das Ortsbild prägende Bauwerk“ davor gerettet und die Keltenhalle angemietet. Bis auf weiteres lernen jetzt Feuerwehrleute aus ganz Bayern und darüber hinaus im neu geschaffenen Ausbildungs- und Kompetenzzentrum. Es ist offenbar schon jetzt so beliebt und nachgefragt, dass unter anderem auch deswegen ein Hotel gebaut werden soll. Ausbildungsteilnehmer aber auch Gäste des Chemieparks Gendorf und Geschäftsreisende im Landkreis sollen darin eine angemessene Unterkunft finden.

Archivaufnahme: Die InfraServ mietete schließlich dieses "das Ortsbild prägende" Bauwerk an.

„Das Problem mit der Gewohnheit“

Gleich zwei der zehn meist gewählten Themen auf der auf der Minus-Seite drehen sich um den Straßenverkehr in Gendorf:

  • Die Ausfahrt auf die St 2107 mit 35,4 Prozent
  • und der Kreisel beim Penny mit 4,86 Prozent.

Beide haben laut Bürgermeister Johann Krichenbauer eines gemein: Den Hang des Menschen zur Gewohnheit. Anders könne er sich nicht erklären, warum immer noch so viele Verkehrsteilnehmer vom Ofnerberg her kommend am Kreisel vor der Alzbrücke nicht nach rechts abbiegen, wenn sie nach Altötting wollen.

  • Seit 20 Jahren gibt es diese Möglichkeit, die gerade in Stoßzeiten die Nerven schont und gut und gerne auch Zeit spart.
  • Seit 20 Jahren steht da auch ein Schild, das darauf hinweist.
Vom Ofnerberg her kommend geht es seit 20 Jahren am Kreisel rechts ab Richtung Altötting.

Trotzdem fahren laut Krichenbauer immer nach dem Kreisel geradeaus über die Alzbrücke und in Stoßzeiten kommt, was kommen muss: Vorne an der Ausfahrt auf die St 2107 staut es sich

Eine gefährliche Einmündung und zu Stoßzeiten kann es hier schon mal länger dauern.

Es habe Pläne gegeben für einen Kreisel an dieser Stelle gegeben. Sogar die Finanzierung sei schon geregelt gewesen. Schließlich habe das Straßenbauamt Traunstein aber doch abgewunken. Eine Entscheidung, die Johann Krichenbauer eigenen Aussagen nach immer noch bedauert.

Eigentlich war hier ein Kreisel geplant. Das Straßenbauamt Traunstein hat das abgelehnt.

Besserung in Sicht

Was den Kreisel beim Penny betrifft, so sei der Bedingung von Aldi und Rewe für die Ansiedlung in Burgkirchen/Gendorf gewesen, so Krichenbauer weiter. Die Situation dort werde sich für alle verbessern und der Verkehr aus der Jahnstraße kommend auch flüssiger werden, wenn die beiden Discounter eröffnen. Derzeit kann man von der Alzbrücke oder dem Autohaus her kommend praktisch fast geradeaus drüber fahren, sehr zum Leidwesen derer, die vom Penny her kommend nach rechts oder links und später vielleicht auch noch zu Aldi oder Rewe wollen. 

Das soll mit der Eröffnung der beiden Mitte Dezember vorbei sein. Dann, so Krichenbauer, werde sich wohl auch die Situation an der Ausfahrt von Gendorf auf die St 2107 verbessern, so Krichenbauer. Warum? Weil es dann keinen Grund mehr gibt, vom Ortszentrum her kommend durch Gendorf zu fahren, um nach Altötting zu kommen

Im Übrigen finden viele Leser die Nahversorgung mit vielen Lebensmittelmärkten und Discountern toll. Ein Problem gibt es aber offenbar in Holzen

Was Bürgermeister Johann Krichenbauer dazu und zu den weiteren Themen sagt, lesen Sie in Teil Zwei.

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