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Schwäne in Burghausen: Warum es im Moment nur fünf "feste" gibt

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Symbolbild
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Burghausen – Mehrere Facebook-User berichteten jüngst auf der Social-Media-Plattform von einer offenbar ungewöhnlich großen Zahl an Schwänen an Wöhrsee und Salzach. So viele habe man noch nie gesehen. innsalzach24.de hat nachgefragt.

So viele seien es noch gewesen, heißt es von Usern aus der Region in einer entsprechenden Gruppe auf Facebook. Dabei geht es um Schwäne in Burghausen, genauer gesagt am/im Wöhrsee und an/in der Salzach. In einer mehr als bisher üblich großer Zahl sollen sie aktuell auftreten, heißt es.

11 Schwäne und einer taucht gerade mit dem Hals unter Wasser. So sieht es aus.

Es gibt auch Fotos dazu. Auf einem sind auf den ersten Blick gar zwölf Tiere zu zählen.

Die Antwort des Umweltamtes der Stadt Burghausen auf Nachfrage von innsalzach24.de zu diesen Sichtungen ist deutlich:

Erbitterte Revierkämpfe sind keine Seltenheit

Schwäne seien Tiere mit ausgeprägtem Revierverhalten, so eine Sprecherin des Umweltamtes der Stadt Burghausen. Dort gebe es im Moment zwei ausgewachsene mit insgesamt drei Jungtieren. Der Wöhrsee sei das Revier vor allem des ausgewachsenen männlichen Schwans. „Eindringlinge“ würden hier wie in jedem Schwanrevier nicht viel zu lachen haben und sich sehr schnell mit dem „Platzschwan“ konfrontiert sehen. Solche erbitterten Revierkämpfe, die bis zum Tod des Kontrahenten gehen können, seien keine Seltenheit, auch nicht in Burghausen, so die Sprecherin des Umweltamtes der Stadt.

„Familienausflug“

Immer wieder würden die derzeit fünf bekannten Stammschwäne vom Wöhrsee einen „Ausflug“ an die Salzach machen. Diese Familie Schwan erkenne man sehr leicht an den zwei älteren – die sind weiß – und den drei jüngeren, deren Gefieder noch in den Grautönen steckt. Es könne durchaus sein, dass sich auf und/oder neben der Salzach weitere oder gar mehr als die insgesamt fünf Burghauser Schwäne befinden

Das seien aber nur singuläre Ereignisse, da die Salzach als Fließgewässer von diesen Tieren eher nicht als dauerhafte Heimat oder ihr Ufer schon gar nicht als mögliche Brutstätte gesehen werde. Apropos Brutstätte: Sind die Jungtiere groß genug, müssen sie ihre angestammte Umgebung verlassen. Ab dann seien sie wie jeder andere Schwan ein Eindringling in das Revier, heißt es.

Zwölf auf einen Streich?

Schwäne gehören zur Gattung der Entenvögel. Innerhalb dieser Familie werden sie den Gänsen zugerechnet. Das bringt uns zurück zu dem Foto von den zwölf Tieren (siehe oben). Laut Aussage der Sprecherin des Umweltamtes der Stadt Burghausen kann es sich bei einer so großen Anzahl nur um Enten/Gänse handeln

In der Gegend soll es einen entsprechenden Halter geben, dessen Tiere aus der Ferne gerne mal für Schwäne gehalten werden würden. Sie sind aber keine und bei genauerem Hinsehen wird klar: Bei den Tieren auf dem Foto fehlen die langen Hälse

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