Kandidatenkür für die Bundestagswahl

Elisabeth Sieber tritt für die ÖDP an

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Blumen für die Dame: Bundestagskandidatin Elisabeth Sieber mit Hans Huber, Klaus Mrasek und Reinhard Retzer (v.l.n.r.).

Altötting/Mühldorf -  Die Direktkandidatin der ÖDP (Ökologisch-Demokratischen Partei) für die Bundestagswahl im Wahlkreis Altötting, der auch den Landkreis Mühldorf umfasst, heißt Elisabeth Sieber.

Bei der Aufstellungsversammlung im Gasthaus Reiterhof in Teising entfielen auf die Altenpflegerin aus Aschau am Inn 17 von 20 Stimmen. Ihr Mitbewerber Sebastian Sonner, der auf Grund von Krankheit nicht persönlich anwesend sein konnte erhielt zwei  Stimmen. ÖDP-Landesvorsitzender Klaus Mrasek persönlich übernahm die Wahlleitung.

In seinen Eingangsworten stellte Mrasek einige Punkte des ÖDP-Wahlprogramms vor. Er warb für den Kerngedanken Europas und ein friedliches Miteinander von Nationen, die vor wenigen Jahrzehnten noch Krieg gegeneinander führten. Er befürchtet, dass die wirklich wichtigen Anliegen der Menschheit im Wahlkampf der großen Parteien kein Thema sein werden. „Wir hätten alle Hände voll zu tun, Mensch und Planet vor Überhitzung und Ausbeutung zu schützen. Es gilt die Gesellschaft zu stabilisieren und die Kluft zwischen Arm und Reich zu sehen und zu verringern.“

Sieber fordert ein Erziehungs- und ein Pflegegehalt vom Staat

Lisa Sieber kam bei ihren Parteikollegen gut an.

Lisa Sieber überzeugte die Versammlung mit ihrer engagierten Vorstellungsrede. Die erfahrene Altenpflegerin im ambulanten Dienst hob darin dieBedeutung der Familie hervor. „Wenn die Kinder immer früher in Kitas betreut werden, weil beide Eltern sich in der Erwerbsarbeit verwirklichen müssen, ist auch niemand mehr zu Hause, der älteren Menschen den Alltag erleichtert.“ Sie forderte ein Erziehungs- und auch ein Pflegegehalt und brach eine Lanze für die Menschen, die ihre eigenen Kleinkinder selbst erziehen oder sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern. „Die Betreuung von Kindern aber auch von älteren Menschen in den eigenen vier Wänden muss der außerhäuslichen Betreuung gleichgestellt werden. Erst dann kann von Wahlfreiheit gesprochen werden.“ Heimatminister Söders Landesentwicklungsprogramm kritisierte Lisa Sieber als „Landschaftszerstörungsprogramm“. Ihm und der CSU gehe der Profit über alles. „Mensch und Planet vor Profit“, müsse die Maßgabe sein.

Haben die Wähler Angst vor Veränderung?

Als Alleinstellungsmerkmal der ÖDP hob sie hervor, dass die ÖDP seit ihrer Gründung auf Firmenspenden verzichte. Sie bat die Wähler ihr Wahlverhalten zu überdenken. „Menschen wählen oft aus Unsicherheit immer gleiche Parteien und Personen, weil sie Angst vor Veränderung haben.“ Sie schloss mit dem Appell: „Es geht nicht ums Siegen, sondern ums Tun. Nur wenn immer mehr Menschen beginnen, ihr Tun und auch ihr Wahlverhalten zu verändern, kann es uns gelingen Mensch und Planet vor Überhitzung und Profitgier zu schützen.“

Für die beiden Kreisverbände gratulierten die Vorsitzenden Hans Huber (Altötting) und Reinhard Retzer (stellvertretender Vorsitzender Mühldorf) der Bundestagskandidatin mit einem Blumenstrauß und sagten Lisa Sieber ihre volle Unterstützung zu.

Pressemitteilung ÖDP Kreisverband Mühldorf am Inn

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