Artenvielfalt bei PV und „Bio-Biogas“ 

„Wissensfahrt-Klima“ des Landkreises Altötting nach Bodenkirchen

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Teilnehmer der "Wissensfahrt-Klima" des Landkreis Altötting.

Altötting - Ziel der zweiten „Wissensfahrt-Klima“ am 2. Oktober, war Bodenkirchen im Landkreis Landshut. Dort standen zwei Stationen für die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Tourenplan.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Die erste Station war eine Freiflächenphotovoltaikanlage, bei der die Artenvielfalt besonders unterstützt wird. Errichter und Betreiber der PV-Anlage, Andreas Engl, stellte das einmalige Projekt vor. Die Anlage wurde nach dem sog. „Weinberg-Prinzip“ errichtet. „Bereits die alten Römer versuchten auf ihren Weinbergen ein ausgeglichenes Ökosystem zu etablieren, um hohe Erträge und einen minimalen Schädlingsausfall zu erhalten. Eine möglichst große Artenvielfalt regulierte dieses Ökosystem damals und soll es auch heute auf dem Solarfeld erhalten,“ so Engl.

Diesem Prinzip folgend ist die Anlage bewusst und gezielt in die Natur und Umwelt integriert worden. Es wurden zudem deutlich mehr Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt und -flächen bereitgestellt, als es die Genehmigungsvorgaben erforderten. Insgesamt konnten bisher über 14 Bienenarten, 143 verschiedene Tag- und Nachtfalter, 73 Spinnen- und 44 Vogelarten nachgewiesen werden. Hinzu kommen noch 189 dokumentierte Pflanzen und dies auf einer Gesamtfläche von weniger als drei Hektar. Die PV-Anlage hat eine installierte Leistung von insgesamt 940 kWp und erzeugt für knapp 260 Haushalte Strom.

Das nächste Besichtigungsobjekt des Tages war die Biogasanlage in Hilling bei Bodenkirchen, die seit der Inbetriebnahme unter ökologischen Kriterien bewirtschaftet wird. Der Substratanbau erfolgt dabei in unmittelbarer Nähe zum Standort. Die zur Biogasanlage zugehörige Landwirtschaft ist nach Naturland-Kriterien zertifiziert und wird, um die landwirtschaftlichen Flächen zu schonen, über eine mehrgliedrige Fruchtfolge bewirtschaftet. In der Anlage werden hauptsächlich Substrate verwendet, die als „Nebenprodukt“ der eigenen Landwirtschaft anfallen. Dies sind vor allem Grünland, Kleegras, Graspflanzen-Silage und Mist. Neben der Stromerzeugung wird auch die Abwärme optimal genutzt. Es besteht ein kleines Nahwärmenetz zur Versorgung der anliegenden Häuser sowie eine Trocknungsanlage für Scheitholz, Hackschnitzel und Getreide.

Pressemeldung des Landratsamt Altötting

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