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Einst „Vogel des Jahres“ nun gefährdete Art

Mauersegler in Altötting: So will der Landkreis die kleinen Vögel weiter schützen

Oft unbemerkt fliegt ein Mauersegler unterhalb der Dachrinne in seinen Brutplatz.
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Oft unbemerkt fliegt ein Mauersegler unterhalb der Dachrinne in seinen Brutplatz.

2003 noch „Vogel des Jahres“: Mittlerweile gilt der Mauersegler laut der Roten Liste Bayern als gefährdete Art. Deshalb will sich der Landkreis Altötting nun besonders für seinen Fortbestand einsetzen.

Die Meldung im Wortlaut:

Altötting - Pünktlich zum August haben die Mauersegler nach nur knapp 3 Monaten unsere Region wieder verlassen. Haben sie in dieser Zeit ihre Jungen großgezogen, sind sie nun auf dem Weg nach Südafrika, um dort den Winter zu verbringen. Dabei halten sie sich ausschließlich im Flug auf. Ein schwedisches Forschungsteam hat errechnet, dass Mauersegler durchschnittlich pro Tag 570 Kilometer weit fliegen. Auf das Jahr gesehen legen sie eine Strecke zurück, die dem fünffachen Erdumfang entspricht.

Die Mauersegler (Apus apus) ähneln im Flugbild den Schwalben, sind aber mit einer Spannweite von bis zu 40. Zentimeter größer. Ihre Brutplätze haben sie sehr häufig an Gebäuden in kleinen Bruthöhlen zwischen Dach und Mauerkrone.

Seit 2016 als gefährdet eingestuft

Obwohl Mauersegler nach dem Bundesnaturschutzgesetz artenrechtlich geschützt sind und 2003 zum „Vogel des Jahres“gewählt wurden, mussten sie 2016 in der Roten Liste Bayern als gefährdet eingestuft werden. Ursachen für den Rückgang sind vielfältig haben aber viel mit dem Verlust an Brutplätzen durch Fassadenarbeiten oder energetischen Sanierungen zu tun. Auch ein Baugerüst während der Brutzeit kann den Seglern den Zugang zu ihrem Nest verwehren.

Um der weiteren Abnahme der Population zumindest im Ansatz entgegenzuwirken, hat Dr. Dorothea Friemel von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Altötting 2020 mit der Erfassung von Mauersegler-Vorkommen im Landkreis begonnen.

Inzwischen sind 145 Gebäude im Landkreis identifiziert, in die Mauersegler einfliegen. Damit nicht ungewollt Brutplätze vernichtet werden, ist es wichtig, dass die Eigentümerinnen und Eigentümer über das Vorkommen der geschützten Vögel an ihrer Immobilie Bescheid wissen. Daher werden diese über die Beobachtungen informiert. Bei geplanten Sanierungen kann so frühzeitig die Beratung durch die Untere Naturschutzbehörde für einen artgerechten Ablauf der Arbeiten angefordert werden.

Auch einige Gemeinden im Landkreis wollen den Mauerseglern helfen und haben zum Beispiel an den Schlauchtürmen der Freiwilligen Feuerwehr Nistkästen montiert, die die Untere Naturschutzbehörde zur Verfügung gestellt hat.

Nistkästen bieten zusätzliche Brutplätze

Bis die auffälligen Formationsflüge und sogenannten „Screaming Parties“ der Mauersegler wieder zu sehen und zu hören sind, müssen wir bis Mai kommenden Jahres warten. Wer diese Zeit nutzen möchte um eine bestehende Population zu unterstützen, kann zusätzliche Brutplätze anbieten. Die speziellen Nistkästen können käuflich erworben oder selber gebaut werden.

Hinweise zu Bezugsquellen und Beratung, wie die Kästen aufgehängt werden sollen, erteilt Dr. Dorothea Friemel (Tel. 08671 – 502 763, E-Mail: Dorothea.Dr.Friemel@lra-aoe.de).

Pressemitteilung Landkreis Altötting

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