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Riesiges Aufgebot an Einsatzkräften

Großeinsatz rund um Bad Endorf und Halfing: Polizei und Rettungskräfte vor Ort

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perfluorierte Alkylsubstanzen

Chemiebelastung zu hoch: Landratsamt Altötting warnt vor Alz-Fischen

Forelle
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Kreis Altötting - Wie das Altöttinger Landratsamt mitteilt, wiesen Fischproben einen PFOA- und/oder PFOS-Gehalte auf. Der häufige Verzehr der Alz-Fische könnte die Gesundheit schädigen.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat dem Landratsamt Altötting jüngst seine Sachverständigenäußerung (Untersuchungsergebnisse und Beurteilung) zu mehreren Fischproben, die im Dezember 2018 in der Alz an der Einleitungsstelle des Chemieparks Gendorf gefangen wurden, sowie zu einer Wildentenbrust (mit zugehöriger Leber), die am 25.09.2018 in Mehring erlegt wurde, zukommen lassen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand des LGL sind die in den vorgelegten (Teil-)proben vorgefundenen PFOA- und/oder PFOS-Gehalte unter keiner Bedingung geeignet, die menschliche Gesundheit zu schädigen. Darüber hinaus wurden aber in den vorgelegten (Teil-)proben (wenn auch in unterschiedlichen Konzentrationen und z.T. nur einzelne Verbindungen) auch die perfluorierten Verbindungen Perfluornonansäure (PFNA), Perfluordecansäure (PFDA), Perfluorundecansäure (PFUnA) und Perfluordodecansäure (PFDDA) festgestellt. Diese Substanzen gehören wie PFOA in die chemische Stoffklasse der perfluorierten Alkylsubstanzen und weisen hohe chemische Strukturanalogie zu PFOA auf. 

Aufgrund dessen geht das LGL davon aus, dass diese Verbindungen vergleichbare toxikologische Eigenschaften aufweisen wie PFOA. Unter Verweis auf die bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) derzeit laufenden Prüfung hinsichtlich der Ableitungen von tolerierbaren Aufnahmemengen für weitere perfluorierte Verbindungen neben PFOA und PFOS weist das LGL darauf hin, dass derzeit keine abschließende Beurteilung möglicher negativer gesundheitlicher Wirkungen durch den Verzehr der Proben aufgrund der nachgewiesenen Gehalte an perfluorierten Alkylsubstanzen erfolgen kann.

Gemäß Art. 2 Abs. 2 der Verordnung (EWG) Nr. 315/93 sind Kontaminanten in Lebensmitteln auf so niedrige Werte zu begrenzen, wie sie durch gute Praxis auf allen Ebenen der Gewinnung und des Umgangs mit Lebensmitteln sinnvoll erreicht werden können. Aufgrund der festgestellten Rückstandsbelastungen weist das Landratsamt darauf hin, dass der Fang von Fischen aus der Alz sowie auch das Erlegen von Wildenten in der Nähe der Alz in Verzehrabsicht diesem Minimierungsgebot widersprechen.

Aus Sicht des Landratsamtes ist aufgrund der aktuellen Untersuchungsergebnisse damit zu rechnen, dass im Zuge der weiteren amtlichen Untersuchungen von Lebensmitteln tierischer Herkunft ebenfalls Rückstandsbelastungen mit den genannten perfluorierten Alkylsubstanzen festgestellt werden. Vom häufigen Verzehr von Fischen aus der Alz bzw. anderen Lebensmitteln tierischen Ursprungs, die in der Nähe der Alz gewonnen wurden, wird daher vorsorglich abgeraten.

Pressemeldung des Landratsamt Altötting