Allen Zweifeln zum Trotz eine schöne Idee

Trotz kritischer Fragen: Natur-Erlebnispfad im Gries ist beschlossen

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Trotz kritischer Fragen: Natur-Erlebnispfad im Gries beschlossen
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Altötting - Auf der Stadtratssitzung am Donnerstag wurde über den geplanten Natur-Erlebnispfad im Landschaftsschutzgebiet "Altöttinger Gries" entschieden.  Trotz kritischer Fragen: Er wird kommen.

Die Kreisgruppe Altötting des Bund Naturschutz in Bayern e.V. hat Großes vor. Im Gries soll ein Natur-Erlebnispfad 5.0 entstehen. 5.0 weil es um eine Installation geht, die alle Sinne ansprechen soll. Viel zu erfahren, selbst zu spüren gibt es also möglicherweise schon bald auf dem rund 1,4 km langen Rundweg im Landschaftsschutzgebiet im Altöttinger Gries. 70.000 Euro soll der Natur-Erlebnispfad kosten.

Trotz kritischer Fragen: Natur-Erlebnispfad im Gries ist beschlossen

Die Bund Naturschutz Kreisgruppe bat die Stadt darum, die laufenden Kosten insbesondere für die Instandhaltung zu übernehmen und zwar in der Form, dass sich der Bauhof der Kreisstadt darum kümmert. Die Errichtung sei durch Förderung durch den Freistaat gesichert. Witterung und Vandalismus sind die möglichen Probleme für die Stadt in diesem Fall. Von "nicht unerheblichen Kosten" ist die Rede. Der Stadtrat hat am Donnerstagnachmittag darüber abgestimmt.

Das Projekt kurz skizziert:

An rund einem Dutzend Punkten sollen verschiedene Natur-Erlebnisstationen eingerichtet werden. Da sind geplant:

  • Eine Kletter-Spinne
  • eine Bodenlupe
  • eine Filterstation mit Förderschnecke
  • ein Boden-Seh-Fenster
  • ein Fenster-Floß
  • eine Station zum Thema Totholz, die als Partizipationsprojekt mit Schülern errichtet werden soll, 
  • eine Kletterstation
  • eine ganz spezielle Hängematte
  • eine Station zum Thema Geräusch im Baum 
  • und ein Spechtbaum.

Die Zielgruppe sei von Kleinkindern bis jungen Erwachsenen zu sehen. Schließlich solle es auch Audiodateien geben, die man per QR-Code dann auf seinem Handy abrufen kann. Ganz besonders interessant sei der Naturlehrpfad auch für die vielen Schulen in der Kreisstadt. Sogar von fächerübergreifendem Unterricht ist die Rede betreffend Biologie und Sport.

Das sagt der Stadtrat zum Naturlehrpfad im Gries:

Einhellige Meinung: Eine schöne Idee, die es zu unterstützen gelte. Ein paar ganz praktische Fragen gab es aber dann doch auf der Sitzung am Donnerstagnachmittag aus dem Gremium: 

  • Wie sieht es mit der Verwitterung und dem Vandalismus der und an den Installationen aus 
  • und kann man aus der Spinne nicht vielleicht doch etwas anderes machen?

Letztere Frage kam freilich eher aus dem Lager der Stadträtinnen. Zur Verwitterung ist die Antwort, dass es sich meist um Holz handle und diese Installationen deswegen leicht und kostengünstig zu ersetzen seien. Die Sache mit der Spinne … blieb im Detail noch offen. Insgesamt war die Entscheidung des Stadtrates einstimmig: Der Natur-Erlebnispfad im Altöttinger Gries wird kommen.

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