Schulterschluss in der Coronakrise

Die Kliniken der Landkreise Altötting und Mühldorf arbeiten eng zusammen

Altötting/Mühldorf - Wie zu erwarten war, wurden nun die ersten Covid-19-Infektionen bestätigt. Es handelt sich um drei Patienten, die in der Kreisklinik Mühldorf stationär untergebracht sind.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Im Landkreis Altötting gibt es lediglich zwei Fälle im ambulanten Bereich ohne Kontakt zur Klinik. Es wurde bereits vor zwei Wochen eine landkreisübergreifende Task Force aus relevanten Experten aus dem künftigen InnKlinikum gebildet. Diese Gruppe trifft sich inzwischen täglich, um sich einen Überblick zu verschaffen und geeignete Maßnahmen in die Wege zu leiten. 

Die Task Force hat ein Notfallkonzept für die stationären Covid-19-Patienten erarbeitet, um diese auf einen Standort zu konzentrieren und damit die anderen drei Kliniken „virenfrei” zu halten. Die Mühldorfer Klinik wird derzeit für diese Funktion vorbereitet. Sie bietet durch ihre bauliche Struktur und die vorhandene pneumologische Expertise ideale Voraussetzungen dafür und die Experten der Kreisklinik Mühldorf sind gerade dabei, die Beatmungskapazitäten des Hauses für den Bedarfsfall aufzubauen. Im Gegenzug werden, für den Fall, dass diese Regelung eintreten muss, alle übrigen anfallenden Behandlungen und Operationen in die Klinik nach Altötting verlagert. 


Um für eine eventuell größere Zahl von stationären Covid-19-Fällen gerüstet zu sein, wurden bereits am Montag, 16. März, an allen Klinikstandorten, soweit medizinisch vertretbar, sämtliche planbaren Operationen und Eingriffe abgesagt. Hintergrund ist einerseits die Kapazitäten für Covid-19- Patienten freizuhalten und andererseits Material wie Masken, Schutzkleidung und Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen vorhalten zu können. Ein wesentlicher Punkt der vorbereitenden Sicherheitsmaßnahmen ist die vorübergehende Schließung der Burghauser Notaufnahme. Damit wird sichergestellt, dass gerade hier, wo die Geriatrie angesiedelt ist, keine infizierten Patienten hineingelangen können. 

In allen Kliniken gibt es zudem verschärfte Besuchsregelungen, in der Altersmedizin sogar Besuchsverbote (Haag und Burghausen) und der Zugang zu den Kliniken wird durch Sicherheitspersonal überwacht. Sowohl bei den Patienten, als auch bei den Mitarbeitern soll präventiv Fieber gemessen werden. Unser Bestreben ist, die Kliniken in den Landkreisen Altötting und Mühldorf optimal auf ein möglicherweise vermehrtes Auftreten von schweren Fällen von Covid-19-Erkrankungen vorzubereiten. Trotz der großen Herausforderungen ist der Umgang mit dem Coronavirus bereits vor der offiziellen Fusion zum 1. April ein Beispiel für die erfolgreiche standortübergreifende Zusammenarbeit innerhalb des künftigen InnKlinikum Altötting und Mühldorf. Erst die Fusion hat es ermöglicht, Krisen nicht getrennt voneinander sondern gemeinsam zu meistern.

Pressemeldung der Kreiskliniken Altötting-Burghausen

Rubriklistenbild: © Kreiskliniken Altötting-Burghausen

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