Pressemeldung Landratsamt Altötting

Der Mauersegler – Untere Naturschutzbehörde gibt Tipps zum Artenschutz

Altötting - Noch gibt es Mauersegler im Landkreis Altötting, wie eine erste Kartierung von Brutplätzen in den Städten Altötting und Burghausen zeigt, die im Rahmen des Projekts „Noch pfeifen es die Spatzen von den Dächern – unsere Gebäudebrüter“ von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Altötting durchgeführt wurde.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Insbesondere in den größeren Städten nimmt die Zahl jedoch seit Jahren ab, sodass dieser rasante Flieger inzwischen auf der roten Liste als „gefährdet“ eingestuft wird.

Mauersegler gelten als Vielflieger, denn sie überwintern in Südafrika und legen jährlich rund 200.000 km zurück. Sie verbringen rund 10 Monate im Jahr in der Luft und berühren mit ihren winzigen Füßen den Untergrund nur, wenn sie bei uns von Anfang Mai bis Mitte August brüten. Wer sie durch Gassen und über Plätze sausen sieht, glaubt gern, dass sie Fluggeschwindigkeiten von gut 200 km/h erreichen. Viel fliegen bedeutet aber auch einen großen Energieverbrauch. Die rund 50 Gramm schweren Vögel benötigen daher eine entsprechende Nahrungsgrundlage in Form von Insekten, um sich und ihren Nachwuchs gut über den Sommer zu bringen und genügend Kraft für den langen Flug nach Südafrika aufzubauen.

Wissen, Information und Verständnis sind Voraussetzungen für einen gezielten Artenschutz. Aus diesem Grund werden die Eigentümer der Gebäude, in denen Mauersegler festgestellt wurden, in den kommenden Wochen angeschrieben und über das Vorkommen informiert. Mit einem zusätzlichen Angebot an geeigneten Brutplätzen durch Nistkästen kann jeder Eigentümer Mauerseglern leicht helfen. Entscheidend aber ist der Erhalt bestehender Brutplätze, denn Mauersegler sind sehr standorttreu und einzelne Exemplare kommen jedes Jahr zum gleichen Brutplatz zurück. Hauseigentümer können daher einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten, wenn sie insbesondere bei geplanten Baumaßnahmen auf die Tiere Rücksicht nehmen.

Weitere Informationen und Unterstützung bietet Dr. Dorothea Friemel von der Unteren Naturschutzbehörde unter Tel. 08671 502 763 oder per Email dorothea.dr.friemel@lra-aoe.de.

Pressemeldung des Landratsamt Altötting

Rubriklistenbild: © (c) dpa - Bildfunk

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