Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Von Afrika in den Landkreis Altötting

Mauersegler – die sirrenden Sommerbotschafter sind zurück

Nach 9 Monaten Abwesenheit haben es die ersten Mauersegler von Afrika zurück in den Landkreis Altötting geschafft
+
Der Bereich zwischen Dach und Mauerkrone ist ein für Mauersegler typischer Brutplatz mit einem hindernisfreien Luftraum. Beim Verlassen stürzen sich die Mauersegler in die Tiefe. Für den Einflug benötigen sie oftmals mehrere Versuche.

Endlich sind sie wieder da. Nach 9 Monaten Abwesenheit haben es die ersten Mauersegler von Afrika zurück in den Landkreis Altötting geschafft, sodass nun wieder regelmäßig ihre sogenannten „Screaming Parties“ zu hören und ihre rasanten Flugformationen in der Nähe ihrer Brutplätze zu sehen sind. Von Mai bis Anfang August brüten und ziehen sie ihren Nachwuchs in Deutschland auf.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Landkreis Altötting - Mauersegler (Apus apus) haben ein gänzlich schwarzes Gefieder und ähneln im Flugbild den Schwalben, sind aber mit einer Spannweite von bis zu 40 cm größer. Wie der Name schon sagt, segeln sie entlang von Mauern. Ihr Lebensraum ist das menschliche Siedlungsgebiet mit meist hohen Gebäuden. Jedoch wird ihnen dies zum Verhängnis, wenn dringend erforderliche Gebäudesanierungen durchgeführt oder alte Gebäude mit Brutplätzen abgerissen werden. Durch Fassadenarbeiten werden Spalten zwischen Dach und Mauerwerk oder durch Wärmeisolierung Ritzen im Dachgefüge verschlossen, die von den Mauerseglern als Eingang zu den Brutstätten genutzt werden. Oft verwehrt auch nur die Einrüstung eines Hauses den Seglern den Zugang zu ihrem Nest. Folglich kann eine komplette Brutsaison ausfallen.

Da Individuen ihren Nistplätzen extrem treu sind und eine Besiedlung neuer Brutplätze in ihrem Verhalten nicht vorgesehen ist, ist der Erhalt bestehender Brutplätze von besonderer Bedeutung. 

Unterstützer für Mauersegler gesucht!

Mauersegler sind auf der „Roten Liste Bayern“ als gefährdet eingestuft und nach dem Bundesnaturschutzgesetz artenrechtlich geschützt und das bedeutet, dass sie bei ihrem Brutgeschäft nicht gestört und ihre Nester nicht vernichtet werden dürfen. Für alle planbaren Bau- und Sanierungsmaßnahmen besteht daher nicht nur eine moralische, sondern auch eine gesetzliche Verpflichtung, eine Gefährdung der Brutplätze zu vermeiden. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Altötting weist aber ausdrücklich darauf hin, dass Mauersegler keine notwendigen Maßnahmen verhindern. Erfahrungen haben gezeigt, dass bei einer frühzeitigen Beteiligung der Behörde die artenschutzrechtlichen Vorgaben mit den Interessen der Maßnahmenträger meist miteinander vereinbar sind.
Um einer weiteren Abnahme der Population durch ungewollte Vernichtung von Brutkolonien zumindest im Ansatz entgegenzuwirken, erfasst Frau Dr. Dorothea Friemel das Mauersegler-Vorkommen im Landkreis. Dabei hofft sie auf die Unterstützung vieler Bürgerinnen und Bürger, die das Vorkommen melden. Besonders jetzt zu Beginn der Brutzeit sind der Vormittag und die Stunden vor Sonnenuntergang die besten Zeiten, um Mauersegler zu beobachten.

Wer zusätzliche Brutplätze anbieten möchte, kann spezielle Nistkästen käuflich erwerben. Weitere Hinweise zu Bezugsquellen und Beratung, wie die Kästen aufgehängt werden, erteilt Frau Dr. Dorothea Friemel von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Altötting (Tel. 08671 – 502 763; E-Mail: Dorothea.Dr.Friemel@lra-aoe.de).

Pressemeldung des Landratsamt Altötting

Kommentare