Landkreis Altötting beteiligt sich

Neues Schutzprojekt: "Allen Unkenrufen zum Trotz"

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Eine Gelbbauchunke

Landkreis Altötting - Früher war die Gelbbauchunke ein typischer Bewohner in Süddeutschland. Mittlerweile nimmt der Bestand drastisch ab. Jetzt wurde ein Schutzprojekt ins Leben gerufen.

Nur wenige Menschen in unserer Region kennen die nur 45 mm große Unke mit ihrem unscheinbaren lehm- bis graubraunen Rücken und auffälligem gelbgemusterten Bauch. Noch weniger haben sie schon einmal gesehen. Das soll sich in den kommenden 5 Jahren ändern. „Allen Unkenrufen zum Trotz“ - der Name ist Programm für ein Kooperationsprojekt über 6 Landkreise, das die Verbesserung der Lebensbedingungen der bundesweit stark gefährdeten Gelbbauchunke zum Ziel hat. Landrat Erwin Schneider nahm jetzt an der Auftaktveranstaltung teil, die kürzlich in Freising stattfand. 

Die Landkreise Freising, Neuburg-Schrobenhausen und Altötting sowie der Bund Naturschutz in Bayern e.V. haben dafür eine Trägergemeinschaft gegründet. Die Geschäftsführung und die Projektleitung hat der Landkreis Freising übernommen. Untersuchungsgebiete sind neben den Trägerlandkreisen auch noch die Landkreise Erding, Mühldorf a. Inn und Pfaffenhofen a. d. Ilm. Fast 700.000 Euro werden in verschiedene Maßnahmen fließen, um zu verhindern, dass sich der Bestand der Gelbbauchunke nicht weiter dezimiert. Im besten Fall soll sich der Bestand dieser sehr selten gewordenen Tiere deutlich erholen.

Ursprünglich war die Gelbbauchunke insbesondere in Süddeutschland ein typischer Bewohner der Bach- und Flussauen. Heute ist sie sekundär auch in Kiesgruben, Traktorspuren, Pfützen und kleinen Tümpeln zu finden. „Ein großes Problem für die Gelbbauchunken ist die zunehmende Zerschneidung der Landschaft durch Verkehrswege und andere Infrastruktur. Ihre Lebensräume werden dadurch voneinander isoliert und sie finden nicht mehr genügend kleine Gewässer wie Fahrspuren und Pfützen, in denen sie ihre Eier ablegen und somit für Nachwuchs sorgen können“, erklärt Dr. Miriam Hansbauer, Projektleiterin am Landratsamt Freising die Situation.

Pressemeldung Landratsamt Altötting

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