Polit-Verantwortliche erfreut

Klage zurückgezogen: A94 kann Anfang 2021 fertiggestellt werden

Altötting/München: Die Klage gegen den Bau der A94 wurde zurückgezogen. "Zügig" sollen die Bauarbeiten nun weitergeführt werden, so Verkehrsministerin Kerstin Schreyer.

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer zeigt sich zufrieden, dass es mit dem Bau weitergehen kann: „Die A94 ist für den Lebens- und Wirtschaftsraum Südostbayern von herausragender Bedeutung. Deshalb ist es gut, dass jetzt auch für den Abschnitt zwischen Kirchham und Pocking alle rechtlichen Fragen geklärt sind. Unsere Staatsbauverwaltung wird nun alles dafür tun, die Bauarbeiten zügig und für die Anwohner so verträglich wie nur möglich weiterzuführen. Derzeit ist vorgesehen, den Abschnitt im Jahr 2025 dem Verkehr zu übergeben.“


Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer begrüßt die Einigung: „Die A94 ist das wichtigste Autobahnneubauprojekt im Freistaat Bayern mit großer überregionaler Bedeutung. Wir brauchen eine leistungsfähige Ost-West-Achse – zwischen München, Chemiedreieck, A3, Passau und Österreich. Deshalb freut es mich ganz besonders, dass wir jetzt das nächste Teilstück zwischen Kirchham und Pocking bis zur A3 in Angriff nehmen können. Damit kommen wir der Fertigstellung der A94 wieder einen großen Schritt näher. Versprochen – gehalten: 33 Kilometer Neubau freigegeben in 2019, Tutting im Bau, Pocking bald im Bau, Bereich Simbach mit Hochdruck in Planung.“

Mit dem 4-streifigen Neubau der A94 entstehe eine neue und leistungsfähige Anbindung des südostbayerischen und osteuropäischen Wirtschafts­raums an die Metropolregion München, so das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr. Gleichzeitig entlaste die Autobahn die hochbelastete Bundesstraße 12, auf der zu Spitzenzeiten täglich rund 23.000 Fahrzeuge unterwegs waren. Der Abschnitt der A94 zwischen Pastetten und Heldenstein konnte im Herbst 2019 bereits für den Verkehr freigegeben werden. Somit fehlen derzeit noch rund 46 Kilometer bis zur Gesamtfertigstellung der 150 Kilometer langen Strecke.


Widerstand gegen Bau

Gegen den Bau der Autobahn regte sich massiver Widerstand. Der Initiator einer Online-Petition gegen das Tempolimit auf der neuen A94, Christian Hanslmayer, hatte Anfang März in der Staatskanzlei gut 18.700 Unterschriften übergeben.

dp/Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr

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