Ergebnisse sollen im Herbst kommen

PFOA-Blutuntersuchungen: SPD fordert mehr Tempo

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Landkreis Altötting/München - Die SPD im Bayerischen Landtag fordert eine baldige Veröffentlichung der Blut-Untersuchungsergebnisse auf das Umweltgift Perfluoroktansäure (PFOA) im Landkreis Altötting.

SPD-Umweltexperte Florian von Brunn

Der SPD-Umweltexperte Florian von Brunn kritisiert demnach den bisherigen Zeitplan: "Die betroffenen Menschen wollen schnell Klarheit. Eine Veröffentlichung erst im Herbst nach der Landtagswahl akzeptieren wir sicher nicht", so von Brunn, "Beim Hausarzt liegen die Ergebnisse innerhalb von nur 14 Tagen vor. Umweltminister Huber muss jetzt einen verbindlichen Termin vorher nennen!" Nach Auskunft der zuständigen Behörden sollen die Ergebnisse erst im Herbst 2018 veröffentlicht werden, obwohl die Untersuchungen schon im März abgeschlossen wurden.

Der Landtagsabgeordnete fordert außerdem eine sofortige Veröffentlichung der umfassenden Bodenuntersuchungen im Landkreis Altötting: "Die Detailuntersuchungen wurden Ende 2015 abgeschlossen. Zwei Jahre danach und insgesamt acht Jahre nach Beginn wurden immer noch keine Ergebnisse vorgelegt. Das kann niemand mehr nachvollziehen! Die Staatsregierung muss den Bürgerinnen und Bürgern endlich reinen Wein einschenken!"

Auch Landrat forderte bereits Ergebnisse

Auch Landrat Erwin Schneider (CSU) hatte sich bereits für eine Beschleunigung des Verfahrens eingesetzt und dazu auch Gesundheitsministerin Melanie Huml angeschrieben. Diese antwortete ihm, sie habe zwar Verständnis für das Anliegen allerdings handle es sich nicht um eine Standarduntersuchung, sondern um ein komplexes Verfahren. "Ich bitte (...) um Verständnis, dass die hier erforderliche Qualität nicht nur einen Preis hat, sondern auch Zeit benötigt." Auch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit erklärte anlässlich der Forderungen der SPD gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, das an dem Termin im Herbst nichts zu ändern sei. Es gehe nicht nur darum, einzelnen Personen ihre Werte mitzuteilen, sondern vor allem eine Gesamtschau der PFOA-Belastung im Landkreis.

Ende Januar hatte das PFOA-Monitoring am Staatlichen Gesundheitsamt begonnen. Insgesamt 931 Freiwilligen wurde dabei Blut abgenommen.

Pressemitteilung SPD-Landtagsfraktion/hs

Rubriklistenbild: © SPD Landtagsfraktion/rw

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