Zwischen 15. Mai und 31. Juli im Landkreis Altötting

DB Netz AG: "Unsere Baustelle kann schon mal zur echten Nervensäge werden"

+
  • schließen

Landkreis Altötting - Ende der 2020er Jahre soll die Strecke München-Mühldorf-Freilassing/Burghausen (ABS 38) teilweise zweigleisig ausgebaut und der gesamte Streckenverlauf elektrifiziert sein. Es gibt noch viel zu tun. „Zwischen dem 15. Mai und dem 31. Juli 2019 werden an dem 25 Kilometer langen Gleisabschnitt von Tüßling nach Burghausen Erkundungsbohrungen stattfinden.“, schreibt die Bahn.

Es ist ein Mammutprojekt: Ende der 2020er Jahre soll es fertig und die Strecke München-Mühldorf-Freilassing/Burghausen teilweise zweigleisig ausgebaut und der gesamte Streckenverlauf elektrifiziert sein. Das könnte Anwohnern noch etwas Nerven abverlangen, angefangen mit den Erkundungsbohrungen, die zwischen 15. Mai und 31. Juli 2019 stattfinden sollen. Der Grund: Diese Arbeiten sind mit Lärm verbunden und einige können nur zwischen 0 und 6.30 Uhr stattfinden.

Oberleitungsmasten brauchen den richtigen Untergrund

Ziel der Bohrungen zwischen Tüßling und Burghausen ist es, die Bodenbeschaffenheit für die geplante Elektrifizierung der Bahnstrecke zu analysieren. Außerdem werden geeignete Stellen für die Errichtung und Verankerung von Oberleitungsmasten bestimmt. Die Arbeiten werden mittels Rammsondierungen durchgeführt. Dabei wird eine Messsonde mit einem Fallgewicht von 50 kg in den Boden eingetrieben

Durch den Einsatz der Rammgeräte sind die Bohrarbeiten leider mit Lärm verbunden: ´Für die entstehenden Unannehmlichkeiten bitten wir bei allen Anwohnern um Entschuldigung´, sagt Gesamtprojektleiter Klaus-Peter Zellmer. Anwohner sowie die betroffenen Gemeinden werden vorab postalisch über die Bohrungen informiert. Im Zeitraum vom 15.-25. Mai finden die Arbeiten, beginnend in Tüßling, von 7-20 Uhr statt.“ (Quelle: www.abs38.de)

Das ist nun passiert, wie der Post der Stadt Burghausen auf Facebook zeigt.

Es wird laut, bevor es leiser werden soll

„Da aus Sicherheitsgründen nicht am befahrenen Gleis gearbeitet werden darf, können die Bohrungen nur in Sperrpausen stattfinden. Allerdings ist es wegen des Schienenverkehrsaufkommens tagsüber nicht möglich, alle Bohrungen durchzuführen. Deshalb werden einige Arbeiten nachts von 0.00 bis 6.30 Uhr in genehmigten Sperrpausen ausgeführt. Sobald die genauen Zeiten, zu denen gebohrt wird, feststehen, werden diese auf unserer Webseite veröffentlicht.

Durch die Elektrifizierung des Streckenabschnitts verbessert sich die Umweltbilanz des Schienenverkehrs enorm, da anstelle von Dieselloks Elektroloks eingesetzt werden können. Diese sind nicht nur leiser, sondern stoßen auch bis zu 30 Prozent weniger CO2 aus.“ (Quelle: www.abs38.de)

ABS38 in Kürze:

Insgesamt gibt es vier Bereiche in der Ausbaustrecke 38:

  • Markt Schwaben bis Ampfing (45.5 Kilometer lang) 
  • Ampfing bis Tüßling (15,1 Kilometer lang) 
  • Tüßling bis Freilassing (58,5 Kilometer lang) 
  • Tüßling bis Burghausen (25,5 Kilometer lang)

Lesen Sie dazu auch: Mammutprojekt ABS 38 der DB Netz AG: "Das muss hundert Jahre halten".

Alle vier Bereiche werden im Bundesverkehrswegeplan unterschiedlich eingeordnet, von "Potentiellem Bedarf" bis "Vordringlichem Bedarf". Der Bund ist quasi der Auftraggeber der DB Netz AG. Die Südostbayernbahn mit dem Linienstern Mühldorf stellt den Kunden der DB Netz AG dar. Grundsätzlich geht es bei Projekten wie der ABS 38 darum, den Bedarf festzustellen und ihn nach Maßgabe des Bundes wirtschaftlich aber auch technisch sinnvoll zu bedienen.

rw

Zurück zur Übersicht: Landkreis Altötting

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT