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Neophyt aus Nordamerika

Das Beifußblättrige Traubenkraut - Die wiedererblühende Gefahr

Ambrosia
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Die Ambrosia, wie dieses hochallergene Traubenkraut auch genannt wird, ist ein Neophyt aus Nordamerika.

Ein eher unscheinbares Wild- bzw. Unkraut erregte bereits vor einigen Jahren großes Aufsehen. Es belastet Allergiker stark und löst in besonderen Fällen sogar Asthma aus. 

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Landkreis Altötting - Es handelt sich dabei um das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia).

Die Ambrosia, wie dieses hochallergene Traubenkraut auch genannt wird, ist ein Neophyt aus Nordamerika. Vermutlich siedelt sie bereits seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland. In Süd- und Osteuropa ist die Pflanze längst stark verbreitet. Durch verunreinigtes Vogelfutter und minderwertiges Saatgut fanden die Pflanzen weiteren Zugang in heimische Gärten und umliegende Grünflächen.

Das Traubenkraut wächst an Straßenrändern, zwischen Wegplatten, auf Brachland und an Feldrändern. Jeder Boden und jeder Standort sind ihr recht. Zum Keimen und in der Wachstumsphase wird ausschließlich etwas Feuchtigkeit benötigt. Die Ambrosia ähnelt sowohl dem Gemeinen Beifuß, als auch dem Weißen Gänsefuß und der Wilden Möhre. Die harmlos wirkende Pflanze ist gedrungen bis buschig und besitzt haarige Stängel. Ihre Blätter sind doppelt gefiedert und beidseitig grün. Zudem kann die Pflanze eine Höhe von 20 cm bis 150 cm erreichen, wobei ein rapider Wachstumsschub gegen Mitte Juni beginnt. Die gelben Blüten erscheinen vom Juli bis Oktober und anschließend findet bis in den November der Samenflug statt. Eine einzelne Pflanze entwickelt 1.000 bis 5.000, teilweise sogar bis zu 50.000 Samen, die im Boden an die 40 Jahre keimfähig bleiben können.

In den vergangenen Jahren konnte durch Aufklärung, Überwachung von Bestandsflächen und gezielte Maßnahmen eine weitere Verbreitung nicht nur unterbunden, sondern ein Rückgang beobachtet werden. Fachstellen bemerken inzwischen jedoch einen erneuten Anstieg der Population. Im Landkreis Altötting wurden beispielsweise zwei größere Gruppen mit jeweils über 500 Pflanzen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ausfindig gemacht. Auch wurden bereits umfangreiche Bestände an Straßenrändern wie an der A94 zwischen den Anschlussstellen Altötting und Ampfing und an der B299 nordöstlich von Rohrbach entdeckt. Nun besteht die Gefahr, dass sich unbemerkt neue Bestände angesiedelt haben, welche eine neue Vermehrung mit sich bringen. Gerade außerhalb von Siedlungsbereichen sollte auf ein verstärktes Ambrosia-Vorkommen geachtet werden, um Ausbreitungsquellen im Vorhinein zum Versiegen zu bringen.

Sobald Sie eine Ambrosiapflanze in Ihrem Garten, aber auch an Wegrändern entdecken, sollten Sie diese sofort entfernen. Schneiden Sie das Traubenkraut nicht ab, sondern reißen Sie die Pflanze mitsamt den Wurzeln heraus. Ziehen Sie sich dabei Handschuhe an, denn schon die Berührung kann eine allergische Reaktion auslösen. Allergiker sollten diese Arbeit nicht verrichten. Entsorgen Sie die Pflanzenteile in einer verschlossenen Plastiktüte über den Restmüll. Keinesfalls darf die Pflanze auf den Kompost oder zu Grüngutsammelstellen gebracht werden, da sonst eine weitere Verbreitung der Samen gegeben ist.

Gemäß dem bayerischen „Aktionsprogramm Ambrosia“ sollten zur Erforschung der Verbreitung besonders größere Bestände (ab 100 Pflanzen) und Bestände auf öffentlichen Flächen, von denen eine erhöhte Ausbreitungsgefahr ausgeht, gemeldet werden. Anlaufstelle für Meldungen im Landkreis Altötting ist in erster Linie der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, Herr Andreas Baumgartner. Für Funde, Fragen oder Anmerkungen steht er unter der Telefonnummer 08671-502316 oder per Mail unter andreas.baumgartner@lra-aoe.de zur Verfügung.

Pressemeldung des Landratsamt Altötting

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