2,48 Millionen Euro

Video: So dringend braucht der Bahnhof eine "Revitalisierung"

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Altötting - Dass da was gemacht werden soll am Bahnhof in Altötting, steht schon länger fest, aber einfach mal so "schöner machen" ist nicht. Dennoch: Der Stadtrat hat der vorliegenden Entwurfsplanung mit Kostenberechnung Grünes Licht gegeben.

Dass da was gemacht werden soll am Bahnhof in Altötting, steht schon länger fest: Schöner soll er werden, gar von einer Revitalisierung ist die Rede. Was das kostet? Dazu muss man wissen, dass der Klinkerbau mit Empfangshalle unter Denkmalschutz steht. Einfach mal so "schön machen" ist also nicht.

Da gibt es diverse Auflagen, die einzuhalten sind, will man dieses Bauwerk revitalisieren. Am Mittwochnachmittag haben die mit der Planung beauftragten Architekten Ulrich Farthofer und Christoph Scheithauer dem Stadtrat ihre Ergebnisse vorgestellt.

Der Denkmalschutz

In ihrem Vortrag machten die beiden Architekten zunächst deutlich, wie eng mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde bei diesem Projekt zusammenzuarbeiten ist, dass jeder Eingriff in die Substanz genehmigt werden muss. Vor jeder Planung bei einem derartigen Gebäude stehe eine Übersicht über die Bauetappen. 1896 erbaut, wird der Bahnhof Altötting dieses Jahr nämlich stolze 121 Jahre alt. Gar nicht so einfach also, ein relativ stark frequentiertes Gebäude zu revitalisieren, die Funktionalität zu erhalten und ggf. auszubauen bei gleichzeitiger Einhaltung der Vorgaben des Denkmalschutzes.

Das Hauptgebäude am Bahnhof in Altötting wurde 1896 erbaut

Die Planung

Dem vorgestellten Plan nach wird sich dennoch einiges ändern

  • Das Reisebüro wird beispielsweise die Seite wechseln. 
  • Die WCs werden umgestaltet und mit einer Rampe komplett barrierefrei. 
  • Es wird einen Raum für Fahrräder geben mit einer Do-it-yourself-Station mit einem Druckluft- und einem Automaten für neue Reifen. Das ist vor allem für Fahrradtouristen gedacht, die dort Infomaterial über die Stadt vorfinden sollen. 
  • Aus den bisher vier Wohnungen im Obergeschoss werden drei.

Der Stadtratsbeschluss

Nach dem Vortrag der Architekten Farthofer und Scheithauer gab es Detailfragen. Sie betrafen die Maßnahmen an der Außenfassade und den Kiosk sowie dazu die Frage nach der zukünftigen Nutzung der sogenannten Sommerhalle. Weiter ging es um die Nutzung von Räumlichkeiten im Gebäude durch Altöttinger Vereine, die auch nach der Sanierung gewährleistet sein soll. Die Antworten:

  • Grundsätzlich müsse die Fassade wieder in den Urzustand versetzt werden.
  • Der Kiosk sei an seiner neuen Stelle zentraler.
  • Man wolle weg von dem Zugang durch die Tür zur Sommerhalle und den Haupteingang wieder zu dem machen, was er ist.
  • Die beiden Vereine und ihre Räumlichkeiten im Gebäude seien ein Schlüssel für die Förderung des Projektes.

Mit einer Gegenstimme hat der Stadtrat Altötting dem Beschlussvorschlag zugestimmt, wonach die vorliegende Entwurfsplanung mit Kostenberechnung genehmigt wird und damit beschließt, die Maßnahme durchzuführen. Die Verwaltung der Kreisstadt wird damit beauftragt, die Genehmigungsplanung zu erstellen und die Ausschreibung vorzubereiten. Insgesamt soll alles 2,48 Millionen Euro kosten. Die Haushaltsmittel seien vorhanden, ein entsprechender Förderantrag liegt bereits bei der Regierung von Oberbayern, weitere Anträge sollen folgen.

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