Neue Vorgaben für Wärmespeicher und Heizgeräte

Achtung:  Anforderungen an Energieeffizienz verschärft 

Altötting - Veraltete Geräte bergen ein großes Energiesparpotential. Seit neuestem gelten neue Mindeststandards für Wärmespeicher und Heizgeräte.

Häufig sind die Energiekosten privater Haushalte für Heizung und Warmwasser höher als für Strom. Der Grund dafür sind oftmals veraltete Anlagen und Geräte. In ihnen schlummert ein großes Einsparpotential. Die Energieverbrauchskennzeichnung (EU-Label) veranschaulicht das Einsparpotential deutlich.

Wärmespeicher – Die wichtigsten Neuerungen:

Wärmespeicher dürfen nur noch bis Energieeffizienzklasse C vertrieben werden. Geräte mit Klasse D oder schlechter, die noch auf dem Markt sind, dürfen nicht mehr verkauft werden. Die Energieeffizienzklasse A+ kommt hinzu, die Klasse G fällt weg

„Die Qualität der Wärmedämmung eines Speichers beeinflusst die Warmhalteverluste“, erklärt Pascal Lang, Energie- und Klimaschutzmanager des Landkreises Altötting.So verliert ein Speicher mit der Effizienzklasse A rund 30 Prozent weniger Wärme als ein B-Klasse-Speicher. „Bei einem 120-Liter-Speicher sparen Verbraucher damit im Jahr knapp 120 kWh und 10 Euro Heizkosten“, erklärt der Experte. Bei elektrischen Speichern kann der Kostenunterschied erheblich höher ausfallen: Zwischen einem erdgasbeheizten Klasse-A-Speicher und einem elektrisch beheizten Klasse-C-Speicher liegen über 100 Euro pro Jahr.

Auch Warmwasserbereiter betroffen

Auch für Warmwasserbereiter, also Heizgeräte, die das Wasser in Haushalten erwärmen, wird die Effizienzklasse A+ eingeführt. Verbundanlagen erhalten die Energieeffizienzklassen A+ bis G. „Erfreulicherweise erfüllen die meisten Geräte auf dem Markt bereits diese Anforderungen“, resümiert Lang.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie zu Hause helfen die vielfältigen Energieberatungsangebote des Landkreises in Zusammenarbeit mit dem VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB). Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis gibt es das spezielle Programm „Energieberatung plus“. Hier ist die Energieberatung komplett kostenfrei und zusätzlich erhält man einige Energiesparhelfer, wie LED-Lampen und schaltbare Steckdosenleisten. 

Mehr Informationen zu allen Energieberatungsangeboten erhalten Sie unter www.klima-aoe.de oder unter der Klima-Hotline, Tel. 08671 502-762.

Pressemitteilung Landratsamt Altötting

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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