Altkleidersammlung

Josef Jung: "Es bleiben Zweifel"

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Der Flyer, der derzeit beim BRK für Aufregung sorgt. (Flyer in größerer Auflösung)
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Landkreis - Eine Altkleidersammlung für das Tschechische Rote Kreuz? Trotz eines Schenkungsvertrags hat der BRK-Kreisverband Altötting weiter Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Aktion.

In vielen Briefkästen der Region landete in der vergangenen Woche ein Flyer der Firma IRA & ANDI. Mit dem Logo des Roten Kreuzes wird mit diesem Flyer um Altkleider- und Schuhspenden gebeten. Auch ein Spendenkonto ist auf dem Flyer angegeben. Da aber dieser Flyer nicht von den heimischen BRK-Kreisverbänden stammt, herrscht derzeit große Verwirrung in der Region: Ist die Aktion rechtmäßig?

Fest steht, dass die Firma IRA & ANDI aus Pilsen das Gewerbe rechtmäßig beim Landratsamt Altötting angemeldet hat. Zudem existiert ein Schenkungsvertrag mit dem Tschechischen Roten Kreuz in Klatovy. Beim Geschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Altötting, Josef Jung, bestehen aber weiterhin Zweifel:

Kopie des Schenkungsvertrags nicht unterzeichnet 

Auf dem Foto trägt der Firmeninhaber eine Jacke mit dem Zeichen des tschechischen Roten Kreuzes.

"Der Inhalt des Schenkungsvertrags ist wie ein Freibrief. Denn es ist nicht geklärt, wie viel das Tschechische Rote Kreuz erhält", so Jung gegenüber dem Mühldorfer Anzeiger. Dass die Kopie des Schenkungsvertrags nicht unterzeichnet sei, verstärke die Zweifel des Kreisgeschäftsführers. Mit dieser Aktion verbinde Jung zudem eine große Sorge: "Wenn diese Sammlung durchgeführt wird, könnte es Schule machen, mit einem Logo des Roten Kreuzes dafür zu werben."

Neue Flyer ohne Logo

Dies soll aber nicht mehr der Fall sein, denn gegenüber innsalzach24.de erklärte der Inhaber der Firma IRA & ANDI, dass er neue Flyer produziert habe - ohne dem Logo des Roten Kreuzes und ohne Spendenkonto. In der kommenden Zeit könnten also erneut Flyer für diese Altkleider- und Schuhsammlung in den Briefkästen der Region auftauchen.

Bisher keine Antwort der Dachverbände

Eine Stellungnahme der Dachverbände des Roten Kreuzes steht weiter aus. Laut Mühldorfer Anzeiger seien inzwischen zwar das Bayerische und das Deutsche Rote Kreuz über die Sammlung informiert, in beiden Fällen gebe es aber noch keine Antwort.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie auch im Mühldorfer Anzeiger sowie auf ovb-online.de.

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