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Kreistag Altötting zur Sanierung des Kreishallenbades

„Vernichtung von Volksvermögen“ – klare Worte gegen die Schließung des Kreishallenbades

Das Impfzentrum verschwindet, das Testzentrum bleibt. Und im Herbst 2023 soll das Kreishallenbad endlich wieder für Schwimmer öffnen.
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Am 30. Dezember wird das Impfzentrum in Neuötting abgebaut.

Das Geld wird knapp im Landkreis Altötting und auch wenn es schön wäre: Die Sanierung des Kreishallenbades wird sich auf das Nötigste beschränken müssen. So beschloss es der Kreistag.

Neuötting, Landkreis Altötting – Bald ist das Schwimmen im Kreishallenbad wieder möglich: Bei der Kreistagssitzung am 12. Dezember wurde die Sanierung und Wiederherstellung des Bades in Neuötting beschlossen. Weil die finanziellen Mittel des Kreises aber eng bemessen sind muss auf „Nice-to-have“-Sachen verzichtet werden, so Landrat Erwin Schneider. Der Kreisausschuss empfahl dem Kreistag nur die notwendigsten Sanierungen vornehmen zu lassen. Das Bad soll schon im Herbst 2023 wieder öffnen.

„Das Impfzentrum schließt am Nachmittag des 30. Dezember“, kündigte Landrat Schneider an. „Im Januar wird es ausgebaut und dann sieht man erst, was im Beckenbereich alles kaputt ist. Erst dann können wir genau untersuchen was noch alles saniert werden muss.“ Den Vorschlag von Marcel Seehuber (Grüne), das Hallenbad-Café ganzjährig zu nutzen und dafür eine Dachterrasse in Betracht zu ziehen, lehnte Schneider als zu risikoreich ab. In dem Konzept, das Lothar Lechl den Kreisräten vorlegte, waren neben der nötigen Flachdach- und Techniksanierungen auch Maßnahmen vorgeschlagen worden, die das Hallenbad „attraktivieren“ sollten. Beispielsweise ein Wintergarten und eine Dachterrasse. Die Einsparsumme ohne Dachterrasse liege aber bei 670.000 Euro, was ein schlagendes Argument für die versammelten Kreisräte war.

Als Energiesparmaßnahme nicht mehr öffnen?

Zwar waren die Kreisräte nach rund vier Stunden Sitzung bereits müde doch die Dringlichkeit einer Sanierung und Wiedereröffnung des Kreishallenbades war offensichtlich. So stieß Annemarie Zaunseder von der ÖDP mit ihrem Wunsch nach verantwortlichem Umgang mit Energie nicht auf Verständnis. Ihrem Wunsch das Hallenbad wegen der hohen Pflichtausgaben des Kreises und als Energiesparmaßnahme geschlossen zu halten, wurde nicht zugestimmt. So konterte Landrat Erwin Schneider (CSU), dass das Bad ohnehin bereits regenerativ beheizt würde. Dr. Michael Gerstorfer (CSU) warnte: „Wie lange haben wir uns in Burgkirchen wegen der Schließung der Keltenhalle rumgeärgert. Ich halte eine Schließung für einen großen Fehler. Das Kreishallenbad ist sehr wichtig. Eine Sportstätte hinterlässt immer eine Lücke!“

Kosten für Techniksanierung fraglich

„Es wäre eine Vernichtung von Volksvermögen, wenn wir das Bad zumachen. Das kann man nicht zusperren“ betonte Hans Steindl(SPD). Der Altbürgermeister von Burghausen warnte aber auch, dass mit den Technikkosten große Überraschungen auf den Kreis zukommen könnten. „Eine Techniksanierung für 1,5 Millionen Euro? Das kann ich nicht glauben. Wir haben da in Burghausen ganz andere Kosten. Und die Technik muss zu 100 Prozent funktionieren, sonst darf man das Bad nicht betreiben – auch wenn es für das Publikum funktioniert. Und dann kommen noch eine Million Euro Unterhaltskosten dazu.“ Gunter Strebel von den Grünen stimmte Steindl zu, und schlug vor, mit dem Beschluss der Sanierung bis nach der Haushaltsberatung zu warten.

„Jede Woche zählt“

„Das können wir nicht tun“, antwortete Landrat Erwin Schneider. „Jede Woche zählt. Wir müssen jetzt Gas geben, sonst ist eine Öffnung zum Herbst nicht möglich. Lechl bejahte, dass es sich bezüglich der Techniksanierung aktuell nur eine ganz grobe Kostenschätzung gebe. Erst wenn das Impfzentrum ausgebaut sei, könne man weiter untersuchen, welche Kosten auf den Kreis mit der Sanierung zukämen. Trotz der Unsicherheiten wurde die Sanierung des Flachdachs und der Technik sowie eine Erneuerung der Küche beschlossen. Noch während des fortgesetzten Betriebs als Testzentrum im neuen Jahr sollen erste Maßnahmen gestartet werden.

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