Krankenhaus-Debatte: Landräte im Klinsch

Pfarrkirchen/Altötting - Hinter dem Angebot Erwin Schneiders, die Kreiskrankenhäuser Eggenfelden, Pfarrkirchen und Simbach zu übernehmen, vermutet Bruni Mayer einen Plan, die Konkurrenz auszuschalten.

Bereits Ende August hat Landrat Erwin Schneider eine Absage aus dem Nachbarlandkreis auf das Altöttinger Angebot, die Kreiskrankenhäuser Eggenfelden, Pfarrkirchen und Simbach zu übernehmen, erhalten. Ein Satz in dem Schreiben macht dem Landrat allerdings Hoffnung: „Ihr Einverständnis vorausgesetzt, möchte sich der Landkreis daher vorbehalten, gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal auf Ihr Angebot zurückzukommen.“

Wie der Alt-Neuöttinger Anzeiger berichtet, könnte eine Übernahme durch einen kommunalen Anbieter doch Chancen haben, wenn die Rottaler beim Bürgerentscheid am 8. November mehrheitlich gegen einen Verkauf und so gegen eine Privatisierung stimmen würden.

Rottal-Inns Landrätin Bruni Mayer glaubt, dass das Angebot aus Altötting nur dazu diene, eine Konkurrenz weniger zu haben. „Altötting-Burghausen habe kein akzeptables Angebot und kein Konzept vorgelegt. Und die Formulierung im Ablehnungsschreiben, dass man möglicherweise später noch einmal auf das Angebot zurückkommen würde, sei in jedem Brief gestanden, der an einen ausgeschiedenen Bieter ging.“ Das berichtet der Anzeiger.

Die Landrätin wolle die drei Krankenhäuser und die Arbeitsplätze erhalten, was auch im Interesse der beiden verbliebenen Kaufinteressenten läge. Eine professionelle Klinikstruktur, schnelleres Reagieren, Wissensnetzwerk und Fachpersonal sowie die beabsichtigte Weiterqualifizierung der Belegschaft srpechen aus Mayers Sicht für eine Privatisierung. „Und es ist einfach nicht wahr, dass bei einer Privatisierung Entlassungen und weniger Verdienst auf die Mitarbeiter zukommen“, so die Landrätin im Anzeiger.

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