Kontinuität am Inn zugesichert

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Die neuen Chefs am Inn: Michael Amerer und Dr. Herbert Schröfelbauer (von links) leiten die Verbund-Innkraftwerke GmbH in Töging.

Wasserburg - Einen Monat nach der Übernahme der 13 bayerischen Innkraftwerke von der Eon Wasserkraft hat die österreichische Verbund AG jetzt ihre Führungsspitze vorgestellt.

Bei der offiziellen Inbetriebnahme eines zusätzlichen Triebwerks in Wasserburg präsentierten sich erstmals Dr. Herbert Schröfelbauer und Michael Amerer als Geschäftsführer der Verbund Innkraftwerke GmbH mit Sitz in Töging.

Die beide Ingenieure sind im "Verbund" außerdem zuständig für 108 Wasserkraftwerke in Österreich. Sie versicherte, dass man dort wie auch an den nun neu übernommenen Anlagen den Hochwasserschutz und die Interessen der Bevölkerung genauso im Auge haben werde wie die Stromerzeugung. Dr. Schröffelbauer meinte, die Innkraftwerke würden "hervorragend in unser Portfolio" passen. Michael Amerer unterstrich die Bedeutung von Ausbildung und Sicherheit. Für die Muttergesellschaft hatte Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer vom Vorstand der AG zuvor einige Kerndaten des Unternehmens vorgestellt. Bei 3,8 Millionen Euro Umsatz hat es 2008 1,1 Milliarden Euro Gewinn gemacht, beschäftigt sind 2600 Mitarbeiter. "Wir investieren weiter in die Region" versicherte sie. Der Ausbau der Staustufe Gars soll dem Vernehmen nach das nächste Projekt sein.

Staatssekretär Dr. Marcel Huber, praktisch am Inn aufgewachsen und daher von Ministerpräsident Seehofer als Vertreter der Staatsregierung geschickt, war sich sicher, dass mit dem neuen Besitzer die Kontinuität gewahrt sei und hohe Kompetenz im Umgang mit alpinen Flüssen eingebracht werde. Der Verbund habe das Personal übernommen und alle bisherigen Vereinbarungen anerkannt. Dabei gehe es immerhin um so sensible Themen wie Hochwasserschutz, Naturschutz und Tourismus, so Dr. Huber. Schließlich zeigte sich Altöttings Landrat Erwin Schneider optimistisch, dass es zu einer Beteiligung der bayerischen Kommunen an der neuen Betreibergesellschaft kommen wird. Die Verhandlungen verliefen vielversprechend. Der Verbund hat den Kommunen 30 Prozent der Anteile angeboten.

koe/Mühldorfer Anzeiger 

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