Kinderschänder verbrachte Ruhestand in Altötting

Altötting/Salzburg - Ernest F. (Pater Berthold) lebte seit 2002 in Altötting und leistete dort auch Priesterdienste. Dass es sich bei dem Ruhestandspriester um einen Kleinkriminellen handelte, ahnte niemand.

Bereits Mitte der 70er Jahre wurde der Ordensbruder Ernest F. suspendiert. Seit 2002 lebte er in Altötting, am 5. Februar 2010 starb er im Alter von 76 Jahren. 

Das Kloster in Salzburg musste Ernest F. 1975 verlassen, weil er sich an einem Jungen vergangen hatte. Das Benediktinerkloster habe aber nicht reagiert.

2005 wurde Ernest F. in Marokko wegen sexueller Kontakte mit Minderjährigen verurteilt. In Altötting lebte der Ordensbruder in einer Neubausiedlung im Norden der Stadt und half auch bei verschiedenen pristerlichen Tätigkeiten aus. Vor dem Amtsgericht Altötting musste sich der Pater wegen Auseinandersetzungen mit Politessen verantworten.

„Von seinen schwerwiegenden sittlichen Verfehlungen in der Vergangenheit war im Bischöflichen Ordinariat Passau nichts bekannt“, meint Generalvikar Dr. Metzl im Anzeiger. „Die von dem Verstorbenen begangenen Vergehen kann man nur zutiefst bedauern."

Quelle: Alt-Neuöttinger Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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