TSV Kastl droht Auflösung

Kastl - Die Vorstandschaft, der Übungsleiter und der Abteilungsleiter des TSV sind zurückgetreten. Droht jetzt das Aus?

Erst gab es ein Nein zum Hallenbau in Kastl, jetzt sind die Vorstandschaft, der Übungsleiter und der Abteilungsleiter des TSV in einer Vorstandssitzung zurückgetreten. Jetzt stellt sich die Frage, wie lange noch und ob überhaupt der Verein bestehen bleibt.

Momentan wird es durch den Rücktritt der Übungsleiter keine Trainingsstunden in Kastl mehr geben.

„Es besteht die große Gefahr, dass sich der Verein auflöst.“ so die ehemalige Vorsitzende des Sportvereins, Sabine Westphal im Alt- Neuöttinger Anzeiger. Mangelnde Unterstützung und Wertschätzung der Gemeindebürger seien Gründe für den Rücktritt. Als die Bürger am Sonntag im Bürgerentscheid gegen die geplante neue Halle gestimmt hatten, hätten sie das Schicksal des Sportvereins besiegelt.

Laut dem ehemaligen Abteilungsleiter Einrad, Walter Herzog, hätten besonders die Kinder unter dieser Entscheidung zu leiden.  Enttäuscht sei man vor allen von den Nichtwählern und von denen, die irgendwelchen gerüchten mehr Glauben geschenkt hatten, als dem Verein selbst. 

„Wenn sich kein Vorstand findet, muss man eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Findet sich auch dort niemand, wird vom Gericht ein Notvorstand gestellt, der dann die Geschäfte weiterführt“, so Dr. Frank Westphal, der Leiter des Projektteams Turnhalle im Anzeiger. Letztendlich kann dem Verein dann die Streichung aus dem Register drohen. Dass dieser Fall aber tatsächlich eintritt, kann dauern.

Rubriklistenbild: © dpa

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