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Aktuelle Analyse und Langzeitentwicklung

Inzidenzen von null bis 790: Wie die vierte Welle jetzt die Altöttinger Gemeinden trifft

Das Infektionsgeschehen zieht wieder an, auch im Kreis Altötting bewegt sich die Sieben-Tage-Inzidenz wieder bei etwa 300. Doch tatsächlich gibt es im Landkreis noch eine Gemeinde ganz ohne Infizierten, andere haben Inzidenzen um die 790 - wir haben die Analyse.

Landkreis Altötting - Mehr als 200 „aktive“ Corona-Fälle mehr als in der Vorwoche vermeldet jetzt der Landkreis Altötting - 539 waren es am Donnerstag (28. Oktober). Dieses deutliche Plus schlägt sich auch in fast allen Gemeinden des Landkreises nieder. Die drei Ausnahmen: Stammham, Tyrlaching und Halsbach. Stammham hat, wie auch in der Vorwoche, gar keine bekannten Corona-Fälle, in Halsbach ist es nur einer (zwei in der Vorwoche) und Tyrlaching senkt seine Zahl der Infizierten von neun auf fünf. Im Schnitt sind 0,48 Prozent aller Landkreis-Bürger aktuell mit dem Coronavirus infizierte.

Reischach und Feichten bei über einem Prozent an infizierter Bevölkerung

Am stärksten trifft es momentan Reischach, wenn man die Infizierten in Relation zur Einwohnerzahl setzt. 37 Corona-Fälle vermeldet der Ort im Landkreis-Norden, was 1,4 Prozent der Bevölkerung entspricht. Nur noch eine Gemeinde kommt noch knapp über ein Prozent, nämlich Feichten mit 13 Fällen. Es folgen Erlbach mit 0,92 Prozent (elf aktive Fälle) und Haiming mit 0,84 Prozent (21 aktive Fälle).

Zahl der aktiven Corona-Fälle in den Kommunen im Landkreis Altötting, Stand 28. Oktober.

Dementsprechend hoch sind auch die Sieben-Tage-Inzidenzen jener Gemeinden: Am Mittwoch lag sie in Reischach bei 793, in Feichten bei 721 oder in Haiming bei 714. Bei den absoluten Zahlen an Corona-Fällen haben die Städte die Nase vorn: Burghausen vermeldet aktuell 73 Fälle, Altötting 65 und Neuötting 55. Einen großen Sprung nach oben gab es im Vergleich zur Vorwoche vor allem in Haiming - von vier auf 21 - oder in Mehring, wo es vergangene Woche nur ein Corona-Infizierter war und jetzt sind es zwölf.

Entwicklung der „aktiven“ Corona-Fälle in den fünf größten Orten im Landkreis Altötting.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind laut Robert-Koch-Institut insgesamt 217 Todesfälle im Landkreis zu beklagen. 13 Covid-19-Patienten aus dem Landkreis Altötting sind derzeit in einem Krankenhaus untergebracht, zwei von ihnen müssen auf einer Intensivstation behandelt werden. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich 7727 Menschen aus dem Landkreis mit dem Coronavirus.

xe

Rubriklistenbild: © jz

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